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Riol: Auf Instagram & TikTok marielethecat zeigt Kerstin Hans Katzen

Cat Content : Internet-Berühmtheiten - Drei Millionen Klicks für zwei Katzen aus Riol

Kerstin Hans teilt täglich Fotos und Videos ihrer beiden Katzen im Internet. Damit erreicht sie Tausende Menschen auf der ganzen Welt. Im TV-Gespräch berichtet sie, wie es dazu gekommen ist, wie ihr Alltag aussieht und warum der virtuelle Erfolg auch der Region nutzt.

Die beiden Stars zu interviewen, die unter dem Nutzernamen „mariele_the_cat“ täglich Tausende im Netz begeistern, gestaltet sich schwierig. Mehr als „Miau“ und ein Schnurren ist aus ihnen nicht herauszubekommen. Denn: Die zwei Internet-Berühmtheiten Teiry und Mariele sind Katzen. Und die kommunizieren bekanntlich eher über Anstupsen und Anschmiegen als verbal auf Interviewfragen. Also sprechen wir stattdessen mit Besitzerin Kerstin Hans.

Die 43-Jährige hat Anfang des Jahres den Instagram-Account „mariele_the_cat“ erstellt, auf dem sie Videos und Fotos ihrer beiden Katzen zeigt. „Ich hatte vorher gar nichts mit Instagram zu tun. Dann, im Januar, kam die Idee wegen des Lockdowns, um da einfach etwas Schönes und Abwechslungsreiches zu machen“, berichtet sie. Aus der Idee wurde schnell Realität. Mittlerweile folgen „mariele_the_cat“ auf Instagram über 6000 Menschen. Der fast gleichnamige TikTok-Account „marielethecat“, den Hans wenig später erstellte, ist mit 18 000 Followern noch erfolgreicher. Eines ihrer TikTok-Videos haben sogar fast drei Millionen Nutzer gesehen.

Wieso interessieren sich so viele Menschen für Mariele und Teiry?  Das kann sich Kerstin Hans selbst nicht so recht erklären – gezielt darauf hingearbeitet hat sie nämlich nicht. „Ich kenne mich damit eigentlich auch nicht richtig aus“, meint sie. „Das ist für mich nur ein Hobby. Das Einzige, das ich mal gemacht habe, um Reichweite zu bekommen, ist ein Gewinnspiel für Katzenspielzeug.“ Sie überlegt kurz und fügt hinzu: „Katzenvideos sind einfach gut fürs Herz! Der Account hat auch eine humoristische Ausrichtung, das gefällt den Leuten.“

Eigentlich ist die gebürtige Saarländerin gelernte Bankkauffrau und Wirtschaftsinformatikerin. Sie arbeitet derzeit in Luxemburg, lebt aber gemeinsam mit ihrer Familie in Riol. Dazu gehören nicht nur ihr Mann und ihre beiden Kinder, sondern eben auch Katze Mariele und Kater Teiry. Beide hatten kein leichtes Leben: „Teiry habe ich aus dem Tierheim. Er wurde von seinen Besitzern zuerst in eine Tierpension gegeben, als die nach Amerika gefahren sind. Dann haben sie gesagt, sie bleiben in Amerika, so ist Teiry ins Heim gekommen.“ Dort entdeckte Kerstin Hans ihn vor zehn Jahren und brachte ihn mit zu sich nach Hause. Erst nach einiger Zeit bemerkte sie, dass der Kater taub ist. Trotzdem führe er ein glückliches Katzenleben, gemeinsam mit seiner tierischen Mitbewohnerin Mariele. „Die habe ich 2014 auch aus dem Tierheim geholt“, berichtet Hans.

Die beiden sind nicht die ersten Haustiere der 43-Jährigen. „Ich habe schon früher meinen Eltern immer welche angeschleppt“, meint sie und lacht. Von Kindheit an hatte sie dann immer einen oder auch mehrere felltragende Begleiter. Teiry und Mariele sind die ersten, die berühmt geworden sind. Dafür müssen sie keine Kunststücke zeigen. „Ich stelle sie vor ganz normale Alltagssituationen und schreibe dann einen netten Satz dazu“, erklärt Kerstin Hans. „Das meiste davon ist humoristisch, der Kater macht nämlich oft ganz komische Gesichter.“

Die Mühen für den Erfolg müssen also nicht die Tiere, sondern die Besitzerin auf sich nehmen. Denn für ein gutes Bild akzeptiert Kerstin Hans auch mal einige Strapazen: „Ich habe schon alles gemacht. Ich lag auch schon auf dem Boden mit Spielzeug-Angeln und so.“ Der Begleittext zu den Fotos und Videos ist trotzdem meist nicht aus ihrer Sicht verfasst, sondern aus der der Katzen.

Außerdem schreibt Hans auf Englisch. Mariele und Teiry sind mittlerweile nämlich rund um den Globus bekannt. „Das sind Leute aus der ganzen Welt, die uns da folgen, aus Kanada, aus Indonesien, auch aus afrikanischen Ländern“, berichtet Hans. „Viele von denen fragen: Wo wohnst du denn, da würde ich auch gerne mal Urlaub machen. Das ist quasi auch Werbung für Riol und für die Region.“

Täglich investiert Kerstin Hans etwa eineinhalb Stunden in ihren Instagram-Account, 30 Minuten morgens, 60 Minuten abends. In der Zeit fotografiert und filmt sie nicht nur, sondern beantwortet auch Nachrichten. Von denen bekommt Hans nämlich jeden Tag um die 200. TikTok öffnet die Katzenmutter nur ungefähr einmal in der Woche.

Trotz des Aufwands sollen die sozialen Medien ein Hobby bleiben. Dementsprechend hat Kerstin Hans auch keine konkreten Pläne für die Zukunft ihrer Accounts: „Ich möchte einfach, dass es weiterläuft.“ Eine Überlegung treibt sie allerdings um. „Manchmal denke ich mir, eine dritte Katze wäre schon schön“, gibt Hans zu. Vielleicht streift also neben Mariele und Teiry bald ein dritter Star durch die Videos von „mariele_the_cat“.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Kerstin Hans und ihre Katzen