Robodrill fräst und dreht automatisch

Robodrill fräst und dreht automatisch

Glück für die Jungen und Mädchen der Berufsbildenden Schule für Gewerbe und Technik: Das japanische Großunternehmen Fanuc hat ihnen eine neue Maschine, den Robodrill, für die Ausbildungswerkstatt gesponsert. Auf die Fürsprache eines ehemaligen Schülers hin.

Trier. Ein modernes Stück Technik eröffnet den Schülern an der Berufsbildenden Schule für Gewerbe und Technik (BBSGuT) künftig eine vertiefte praktische Anschauung ihrer Lernfortschritte. Die "Robodrill Alpha D21MiA5" kann mit bis zu 21 verschiedenen Werkzeugen bestückt werden und somit je nach Programmierung ganz unterschiedliche Metalldreh- und Fräsarbeiten automatisiert durchführen.
Vom Zylinderkopf für den Automotor bis zur Propellerschaufel für Flugzeugturbinen sind unzählige Endprodukte herstellbar.
Ermöglicht wurde die Anschaffung dieser Anlage im Wert von rund 100 000 Euro durch Unterstützung der Herstellerfirma Fanuc.
"Durch meinen Kontakt zum Schulleiter habe ich erfahren, dass die alte Maschine in der Ausbildungswerkstatt 30 Jahre auf dem Buckel hatte. Da brauchten die Schüler etwas Zeitgemäßeres", erzählt Frank Höllen, der in der europäischen Niederlassung des japanischen Großunternehmens in Echternach arbeitet. Sein eigener Berufsweg hatte an der BBSGuT in Trier begonnen, mit dem Schulleiter Michael Müller ist er seit dieser Zeit bekannt. Fanuc übernahm den Großteil der Kosten, 20 000 Euro steuerte die Stadt Trier als Schulträger selbst bei. "Es ist eine sinnvolle Ergänzung für unser Lehrangebot. So können die Schüler die Programmierung einer solchen Maschine unmittelbar testen ohne Produktionsdruck, wie er in den Betrieben sonst üblicherweise herrscht", freut sich Schulleiter Müller über den Neuzugang. Eingesetzt werden soll die "Robodrill" für Ausbildungsgänge wie Industrie- und Zerspanungsmechaniker (Weiterentwicklung des früheren Dreher-Berufes). Bis zu 30 Jungen und Mädchen sollen an den Computerplätzen mit der Bediensoftware arbeiten. Die Kosten der dafür notwendigen Lizenzen sowie die Schulungen der Lehrer will Fanuc ebenfalls übernehmen.