Römer geben Autogramme

Das Römerspektakel "Brot & Spiele 2008" präsentiert die Anfänge der Stadt Trier. Rund 1000 Schüler bekamen am Freitagmorgen Einblicke in die Geschichte des Amphitheaters.

Trier. Zwar ist es nicht ganz so lau an diesem Sommerabend, aber ansonsten ist die Stimmung passend: Die Grillen zirpen, die Schwerter klirren, der Sand im Innenraum ist kühl, Römer in Toga oder Gladiatorenrüstung laufen durch das Amphitheater.

Allein 400 Besucher bei der Generalprobe



Zur Generalprobe des "Brot & Spiele"-Spectaculums sind rund 400 Besucher gekommen. Das Stück "Schwert des Todes - Wasser des Lebens" beschreibt den Wettlauf zwischen dem Bau des Amphitheaters und der Wasserleitung (Aquädukt) im antiken Trier. Diese Sage hat Autor und Regisseur Alexander Etzel-Ragusa mit Gladiatorenkämpfen verbunden. Die Zuschauer werden dabei zum Mitmachen animiert und müssen über Leben oder Tod entscheiden. So schallt es an diesem Abend laut "Vita, vita, vita" (Leben), aber auch "Mors, mors, mors" (Tod) durch die Ränge des Amphitheaters. Besonders die kleinen Besucher haben Spaß daran, über Leben oder Tod der besiegten Gladiatoren zu entscheiden. Insgesamt geht es an diesem Abend noch locker zu. Es ist halt eine Generalprobe, bei der kleine Patzer vergeben werden. Beeindruckend ist das visuelle Schauspiel. Die Lichteffekte bestehen nicht nur aus wechselnden Farben, sondern auch aus dem Wandel der Schauplätze. So sollten Besucher immer das gesamte Amphitheater und nicht nur die Bühne im Blick halten. Hier und da werden Szenen auf den Treppenstufen oder hoch oben auf den Rängen gespielt. Die weibliche Hauptrolle Galatea spielt Fernsehmoderatorin, Sängerin und Tänzerin Isabel Florido. Die Tochter einer Italienerin und eines Spaniers, die in Zürich aufgewachsen ist, feierte hierzulande ihren größten Erfolg von 1996 bis 2000 als Schauspielerin in der RTL-Serie "Unter uns" als Lona Dee. Am Freitagmorgen mussten sie und ihre Kollegen zahlreiche Autogramme verteilen. Rund 1000 Schüler (Grundschule bis Mittelstufe) bekamen gestern Vormittag eine Extra-Vorstellung. Von zwölf Schulen aus Trier, Saarburg, Adenau und Westrich reisten sie um 10 Uhr an. Organisator Ronald Frank von der Medienfabrik Trier erklärte, dass das Spektakel ansonsten immer in den Sommerferien stattfand. In diesem Jahr konnte das Projekt mit den Schulen zum ersten Mal umgesetzt werden. Frank: "Wir haben ganz viele positive Reaktionen von den Lehrern und Schülern bekommen." Im Anschluss konnten die Schüler noch eine Führung durch das Rheinische Landesmuseum und die Stadt wahrnehmen. Für nächstes Jahr soll die Kooperation ausgeweitet werden. Frank: "Die Nachfrage von Seiten der Schulen ist riesig."

Karten für die Vorführungen am Samstag, 17.30 Uhr und 21.30 Uhr, sowie am Sonntag, 17.30 Uhr, gibt es in den TV-Service-Centern Trier, Bitburg und Wittlich.