1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Römerfest in Trier: Die Legionäre kommen mit Verstärkung zurück

Römerfest in Trier: Die Legionäre kommen mit Verstärkung zurück

Mehr Akteure und einen Tag länger als die Premiere 2016: Zweites Römerfest am 15., 17. und 18. Juni auf dem Gelände der Kaiserthermen.

Legionäre & Co. hautnah und in Aktion erleben – das Trierer Römerfest macht’s möglich. Bei der zweiten Veranstaltungsauflage sind etwa 290 Akteure auf dem Kaiserthermen-Gelände mit von der Partie. Foto: Friedemann Vetter
Foto: Roland Morgen
Foto: Roland Morgen
Foto: Roland Morgen
Foto: Roland Morgen
Foto: Roland Morgen

"Zentrum der Antike" heißt der Motto, mit dem das Land Rheinland-Pfalz die Stadt Trier und ihre römischen Hinterlassenschaften vermarkten will. Den hehren Anspruch untermauert die zuständige Mainzer Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) mit Taten: In der kommenden Woche steigt auf dem Gelände der Kaiserthermen die zweite Auflage des Römerfests. Und die soll kein Abklatsch der erfolgreichen Premiere von 2016 werden, sondern eine "quantitative und qualitative Weiterentwicklung", wie Landesmuseums-Chef Marcus Reuter betont.

Zum einen dauert das "Römische Geschichte live erleben!"-Spektakel diesmal drei statt zwei Tage. Es beginnt am Donnerstag, 15. Juni, und geht am darauf folgenden Wochenende (17./18. Juni) weiter. Außerdem sind rund 290 Akteure aus halb Europa mit von der Partie - 70 mehr als im vergangenen Jahr.

Ihre Mission: zeigen, wie es bei den alten Römern zuging. Das, was in der Gunst des breiten Publikums ganz oben steht, bildet auch diesmal den Schwerpunkt: Action!

In drei Shows pro Tag demonstrieren Gladiatoren ihre Kampfsport-Künste. Außerdem stellen militärische Gruppen das Leben der Prätorianer und Legionäre im Lager und im Kampfeinsatz vor. Bei allem martialischen Gepränge soll das zivile Leben nicht zukurzkommen. Handwerker lassen sich beim Bronzegießen, Edelsteinschleifen oder der Herstellung von Öllampen über die Schulter schauen.

Der Erfolg der Premiere hat die Verantwortlichen offenkundig mutig werden lassen. Stand damals im Vorfeld noch nicht fest, ob es eine Neuauflage geben werde, so spricht Marcus Reuter, Triers ranghöchster GDKE-Vertreter, schon von einem 2018er Römerfest, das dann möglicherweise das antike Handwerk in den Vordergrund stellt. Auch Historienevent-Macher Hermann Klinkhammer (Mechernich), der erneut fürs Programm zuständig ist, blickt optimistisch in die Zukunft. Das "extrem positive Feedback" vom vergangenen Jahr zeige, dass Triers Römerfest auf nationaler Ebene "ziemlich weit oben mitspielen" könne: "Klar, Xanten wird mit seinem ,Schwerter, Brot & Spiele' erst mal die Nummer eins bleiben, weil dort im Archäologiepark einfach mehr Platz ist und 450 Akteure dabei sein können. Aber in den Kaiserthermen lässt sich Geschichte an einem höchstkarätigen Originalschauplatz erleben. Das ist auch für diejenigen, die das römische Leben authentisch darstellen, eine ganz besondere Sache."

Was Klinkhammer nicht sagt, aber Fakt ist: Die meisten Historienfeste hierzulande sind kommerzielle Veranstaltungen. Der GDKE, so betont Reuter, gehe es nicht ums Geldverdienen: "Im Gegenteil. Wir investieren - ins Image des Zentrums der Antike."

Das Programm sei bewusst familienfreundlich gehalten: Für Kinder gibt es zahlreiche Aktionen zum Mitmachen und Ausprobieren.

Das normale Römerfest-Ticket kostet sechs Euro, bis 18 Jahre drei Euro. Für Kinder unter sechs Jahre ist der Eintritt frei. Klinkhammers und Reuters Wunsch: "Temperaturen um 23 Grad und kein Regen - dann kommen bestimmt 15.000 Besucher." Letztes Jahr waren es bei äußerst durchwachsenem Wetter 11.000.
Zum Römerfest sind die Kaiserthermen an allen drei Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets gibt's an der Tageskasse.

Mehr Infos: www.zentrum-der-antike.de