Römers Schrein lädt zum Verweilen ein

Römers Schrein lädt zum Verweilen ein

Einst diente der steinerne Schrein einem unbekannten, aber sicher wohlhabenden Römer als letzte Ruhestätte. Nun soll der Sarkophag in Farschweiler Spaziergängern und Touristen Gelegenheit zum Verweilen bieten.

Farschweiler. Bei Erdarbeiten für eine Wasserleitung war der Sarkophag im Jahre 1940 am Ortsrand von Farschweiler entdeckt worden. In seinem Inneren fanden sich nur eine römisch Fassflasche aus dem vierten Jahrhundert und eine Glasschale aus gleicher Zeit. Der Fund wurde damals vom Rheinischen Landesmuseum erfasst, kartografiert und wieder zugeschüttet. Die beiden Gefäße befinden sich seither im Landesmuseum. Das steinerne römische Relikt selbst geriet jahrzehntelang wieder in Vergessenheit. Erst als es 2007 im Rahmen der Aktion "Straße der Römer" zu archäologischen Aktivitäten in der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer kam, wurde der Sarkophag nach einem Hinweis von Karl-Josef Gilles vom Landesmuseum erneut freigelegt. Ortsbürgermeister Werner Schmitt dankt insbesondere Rudolf Essler und Herbert Steinlein vom Heimat- und Verkehrsverein, die sich anschließend sehr um ein repräsentatives Ambiente für den Fund bemüht hätten.

Zurzeit steht der Sarkophag noch neben der Friedhofshalle. Etwa 100 Meter weiter in Richtung Herl hat die Gemeinde ein Grundstück erworben, auf das der Fund verlagert werden soll. Geplant ist ein ummauerter Platz mit Ruhebänken und offener Überdachung des Schreins. Die VG Ruwer will weitgehend die Kosten von rund 10 000 Euro übernehmen. Das Holz stellt die Ortsgemeinde, hinzu kommen Eigenleistungen des Heimat- und Verkehrsvereins. Die Gemeinde Farschweiler hofft, dass das Projekt noch in 2008 verwirklicht wird.

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