Römische Schatzsuche

Die Geheimnisse römischer Schätze entdecken und das Leben der Soldaten zu Konstantins Zeiten erkunden konnten 120 TV-Leser bei den Workshops zum Familientag am letzten Tag der Konstantin-Ausstellung im Landesmuseum.

Trier. Das Leben der Soldaten zu Zeiten Konstantins war hart. Vor 1700 Jahren mussten sie sich in ihren Kastellen selbst um ihre Verpflegung kümmern. Statt Brot wurde das Getreide ungemahlen ausgegeben und Streichhölzer zum Feuer machen gab es ebenfalls nicht. Legionär Andreas (Eichten) aus Baselt bei Prüm mahlt mit größter Anstrengung den Weizen mit einer römischen Handmühle. Dann schlägt er mit zwei Feuersteinen Funken, um ein Feuer zu entzünden. Das Abbild des Kaisers, der Kopf der zwölf Meter hohen Statue, hat ihm besonders imponiert, "weil die so groß war".Timm Junkes aus Trier dreht kräftig an der Handmühle. "Ich fand es interessant, wie die Soldaten gelebt haben. Wir haben die Ausrüstung der römischen Legionäre gesehen, die Helme, Lanzen und Rüstungen", erzählt der 13-Jährige. Stolz präsentiert Andreas eine Tüte mit frisch gemahlenem Weizenmehl seiner Mutter Hiltrud. "Daraus backe ich ein Brötchen", sagt der Sechsjährige. "Das Thema Soldaten war super für die Jungen", freut sich seine Mutter Hiltrud Eichten. "Was ist ein Schatz?", fragt Ausstellungsführerin Tanja Daufer bei der Führung zum Thema "Schätze der Römer". "Gold, Edelsteine und Schmuck", antworten die Kinder. Diane Linden, Studentin der Kunstgeschichte und Archäologie, leitet den Workshop über römische Soldaten. "Wenn Erwachsene dabei sind, erhöhen wir den Informationswert", sagt sie. "Das war überhaupt nicht langweilig", sagt am Ende die 14-Jährige Joanna Fahl aus Konz. Ihre Schwester Alisha (12) hat das Thema Konstantin ein bisschen im Religionsunterricht behandelt. Ihre Mutter Marion findet es schade, dass einige Schulen so ein Ereignis nicht genutzt hätten. "Deshalb sind wir sehr froh, dass wir den Familienworkshop gewonnen haben und teilnehmen konnten."