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Rollende Ateliers auf dem Kornmarkt

Rollende Ateliers auf dem Kornmarkt

Das Kunst-Kombinat-Trier meint, es gebe zu wenig bezahlbaren Atelierraum in Trier. Es möchte, dass die Stadt den Künstlern hilft, bezahlbare Räume zu finden. Weitere Wünsche an die Adresse der Stadt sammelte es bei seiner jüngsten Performance "Bei mir ist kein Platz - ich komm' zu Euch!" ein.

Trier. Mit seinem Fahrrad zieht Laas Koehler das Atelier seines Freundes Markus Zender auf einem Anhänger hinter sich her zum Kornmarkt. Mit der Ausstellung des Anhänger-Ateliers will das Kunst-Kombinat-Trier gemeinsam mit Markus Zender und Oliver Wetter auf die Ateliersituation von Künstlern in Trier aufmerksam machen.

Mit der jüngsten kunst-politischen Initiative "Bei mir ist kein Platz - ich komm' zu Euch!" sammelt es Wunschlisten von Kulturschaffenden an die Stadt ein. Zugleich sucht es das Gespräch mit der Öffentlichkeit über die unbefriedigende Arbeitssituation von Künstlern.

"Wir wollen mit der Politik und der Öffentlichkeit über Kunst sprechen und erreichen, dass sie sich für die Probleme der Kulturschaffenden interessieren und einsetzen", sagt Laas Koehler über die Aktion. Das Kunst-Kombinat-Trier wolle in circa zwei Wochen die Wunschzettel an Kulturdezernet Thomas Egger übergeben. Weitere Wunschzettel könnten noch in den kommenden Tagen bei der Artothek in der Tuchfabrik abgegeben oder über die Website www.myspace.de/kunstkombinattrier geschickt werden.

"Wir haben auch einen leeren Wunschzettel bekommen, den wir natürlich auch überreichen wollen", sagt er. Deshalb seien die meisten Künstler aber nicht wunschlos, fügt er schmunzelnd an. Im Laufe der Aktion sei es zu vielen interessanten Gesprächen gekommen. Und damit habe der Dialog bereits begonnen. "Wichtig ist, dass wir das Thema weiter verfolgen", meint Koehler und versichert, dass das Kunst-Kombinat am Ball bleibe.