1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Rosengarten im Dornröschenschlaf: Spaziergang in Triers einzigem Gartendenkmal - Gesamtkonzept gefordert

Rosengarten im Dornröschenschlaf: Spaziergang in Triers einzigem Gartendenkmal - Gesamtkonzept gefordert

Über den Rosengarten im Weißhauswald haben sich Besucher im Rahmen der Themenreihe Trierer Kulturlandschaft informiert. Er ist das einzige Trierer Gartendenkmal. Zwei Expertinnen fordern daher, ein Grundkonzept für das gesamte Drachenhaus-Weißhaus-Areal zu erstellen.

Trier. Während des Spaziergangs erzählten die Geografin Nadja Hormisch (Bad Breisig) und die Gartenbauingenieurin Claudia Jaskowski (Mertesdorf) von der Bedeutung der Anlage, zeigten historische Fotos und Pläne und erwähnten zahlreiche Details, die heutigen Trierern nur noch wenig bekannt sein dürften.

So blickt die Stadt Trier auf eine international bedeutende Rosenzüchtertradition zurück. Zu Beginn der 1930er Jahre wurde der Rosengarten am Drachenhaus als Hommage an die weltbekannten Trierer Züchter, allen voran Peter Lambert, angelegt.
Die Bauweise des Rosengartens im damaligen Stil der Gartenreformbewegung ist bis heute von prägender Besonderheit, obwohl heute kaum noch Gartenpflanzen darin wachsen.

Die Kombination von Reform-Gartenarchitektur und Rosenzüchter-Historie sei deutschlandweit einzigartig, sagten die beiden Referentinnen.
Für die Zukunft sei ein "Parkpflegewerk" als wissenschaftlich fundiertes Grundkonzept für das gesamte Drachenhaus-Weißhaus-Areal erforderlich, damit der Rosengarten bald wieder aus seinem Dornröschenschlaf erwachen könne.
Zu dem Spaziergang hatte der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) eingeladen. red