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Rotkreuzler ohne Nachwuchssorgen

Rotkreuzler ohne Nachwuchssorgen

TRIER-EHRANG. Beim Ehranger Roten Kreuz ist alles im Lot. Entsprechend erfreulich fiel der Geschäftsbericht 2005 aus, den Vorsitzender Wolfgang Reiland der Mitgliederversammlung vortrug.

Beim Ortsverein Ehrang des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) tut sich was, nicht nur in Bezug auf den Anbau an den DRK-Komplex, der weiter voranschreitet und spätestens zum 100-jährigen Bestehen im kommenden Jahr offiziell seiner Bestimmung übergeben werden soll. 7000 Stunden Ehrenamt

Auch sonst sind die Ehranger Rotkreuzler ziemlich aktiv. Dies zeigt sich bei vielen Anlässen im Jahr und nicht zuletzt bei der Rettungswache, die zwar in der Trägerschaft der DRK-Kreisverbandes Trier-Saarburg geführt wird, aber in der mehr als 8000 ehrenamtliche Stunden im vergangenen Jahr von Ehranger Helferinnen und Helfern geleistet wurden, berichtete der Vorsitzende, Bürgermeister Wolfgang Reiland, in der Mitgliederversammlung im Edith Seifer Haus. Bei der Rettungswache dürfe daher - selbst zwölf Jahre nach der Übernahme - noch von der "Ehranger Rettungswache" gesprochen werden. "Wir sind stolz auf den Aktiven Dienst", sagte Reiland und untermauerte dies mit einer weiteren Zahl: Weit mehr als 7000 Stunden kommen noch für die anderen Aktivitäten wie Sanitätsdienst, Blutspende, Soziale Dienste, Verpflegungseinsätze und viele weitere mehr hinzu. An überörtlichen Großeinsätzen beteiligte sich das DRK ebenfalls. Positiv verlief die Mitgliederentwicklung: Alles in allem (inklusive Förderer) verzeichnen die Listen mehr als 1200 Mitglieder. Insbesondere das Jugendrotkreuz (JRK) in Zemmer habe sich sehr positiv entwickelt. Mittelfristig aber müssten neue Wege gesucht werden, um den Nachwuchs langfristig zumindest zu stabilisieren oder gar zu verbessern, warf Reiland einen Blick in die Zukunft. Leider seien bei den acht Blutspendeterminen Rückgänge zu verzeichnen, sagte Reiland: Von 1095 Spendern auf 961 (Minus elf Prozent) Spender. 50 Frauen und Männer seien als Mehrfachblutspender ausgezeichnet worden. Eine motorisierte Neuerung gab es in Form eines neuen "Küchenwagens" (Baujahr 1986), nachdem der alte Mercedes, dem die Ehranger über 40 Jahre die Treue gehalten hatten, nicht mehr so wollte wie die Aktiven vom Verpflegungsdienst. Von dem neuen Fahrzeug erhofft sich das DRK mehr Flexibilität und Mobilität. Heinrich Christ und Bernadette Holzapfel (Kreisbereitschaftsleitung) zeichneten folgende Aktiven aus: Wolfgang Reiland (Ehrang), Liesel Jakobs (Kordel) für 30 Jahre Mitgliedschaft im DRK; Ralf Römerscheid (Ehrang) 15 Jahre; Michael Adams, Thomas Erdorf, Thomas Görres, Julia Lamm, Thomas Reiland, Tobias Reiland (alle Ehrang) für zehn Jahre sowie Thomas Bender und Torsten Wegner, jeweils für fünf Jahre.