"Rückwärts gerichteter Schritt"

"Rückwärts gerichteter Schritt"

Als rückwärts gerichteten Schritt in Anbetracht der Wirtschaftskrise und der globalen Klimaveränderung hat der Verein "Nein zum Moselaufstieg" jüngste politische Aussagen pro Moselaufstieg bezeichnet.

Igel/Trier-Zewen. (red) In einer Vorstandssitzung hat der Verein "Nein zum Moselaufstieg" zu den jüngst im TV unter anderem von der CDU und Landrat Günther Schartz geäußerten Forderung nach dem Moselaufstieg bei Igel/Zewen Stellung bezogen. In Anbetracht der Wirtschaftskrise und der globalen Klimaveränderung sei der Moselaufstieg ein rückwärts gerichteter Schritt. Zudem werde durch diese Forderung die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses durch das oberste deutsche Verwaltungsgericht im Jahr 2005 ignoriert.

Im Sommer 1978 waren erste Planungen angedacht worden, damals begründet mit einer Anbindung an das europäische Fernverkehrsstraßennetz und die Anbindung der Häfen Rotterdam und Antwerpen an den süddeutschen Raum. Mittlerweile habe sich die Situation grundlegend geändert, meint der Verein "Nein zum Moselaufstieg". Auch ohne den Moselaufstieg seien diese Anbindungen durch Neu- und Ausbau von Autobahnen, insbesondere der A 60 und der A 8, geschaffen worden. Von den ursprünglichen Argumenten für den Igel/Zewener-Aufstieg bliebe lediglich die Anbindung des unteren Saartals an die A 64. Dieser geringe wirtschaftliche Nutzen stünde jedoch in keinem vertretbaren Verhältnis zu den hieraus resultierenden hohen Kosten und ökologischen Risiken.

Brückenschlag über Merterter Hafen



Für die Anbindung des Konzer Raums biete sich eine europäische Lösung an, nämlich der Brückenschlag über den Merterter Hafen zum bestehenden Autobahnanschluss A 1/A 64. Hiervon profitierten nicht nur die uxemburgischen Nachbarn in Grevenmacher, Mertert und Wasserbillig, sondern auch die staugeplagten Bürger in Temmels. Die Bewertung des neuerlich diskutierten Trierer Aufstiegmodells (Verlängerung Höhe Konrad-Adenauer-Brücke) kann nach Ansicht des Vereins erst vorgenommen werden, wenn alle Vor- und Nachteile einer Tunnellösung abwägbar sind.

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