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Ruwer-Weinmarkt setzt auf Qualität

Ruwer-Weinmarkt setzt auf Qualität

300 Weinliebhaber haben die Gelegenheit genutzt, beim 27. Ruwer-Weinmarkt insgesamt 126 ausgewählte Weine zu probieren. 16 Winzer waren mit dabei.

Waldrach. Kennern verrät die Farbe viel. Je nachdem, ob ein Wein golden oder matt schimmert, erahnen sie die Finessen - noch bevor die Nase sein Bouquet erschnuppert. Bei der größten Weinpräsentation im Ruwertal konnten Besucher das 126 Mal erproben. Junge Rieslinge ebenso wie reife Spätburgunder und Chardonnay wie Weißburgunder oder Sekte, die alle die Handschrift der Weingüter oder ihrer Kellermeister tragen.
Stetige Qualitätsverbesserung


Ludwig Breiling, Mertesdorfer Nebenerwerbswinzer, sieht das wachsende Interesse am Ruwer-Weinmarkt als Verdienst des ausrichtenden Vereins Ruwer-Riesling. Da er von Anfang an dabei sei, habe er die stetige Qualitätsverbesserung selbst miterlebt. So seien etwa nur Weine zugelassen, die eine Fachjury mit 2,5 statt sonst vielfach üblicher 1,5 Punkte benote. Breiling sieht seine Teilnahme daher als Auszeichnung seiner Arbeit.
Neben Waldrach, Kasel, Mertesdorf und Morscheid waren auch Longuich, Eitelsbach und Trier-Ruwer vertreten. Auch dortige Winzer bauten Weine wie etwa der Lagen Kaseler Nieschen aus, erklärte Ruwer-Riesling-Vorsitzender Frank-Stefan Meyer. Viele Besucher kämen aus einem Umkreis von 100 Kilometern und sogar aus Bonn. Die kontinuierliche Arbeit trage langsam Früchte, führt er das aber auch auf den "herausragenden Weinjahrgang 2015" zurück. Dank gebühre Unterstützern wie Waldrachs Weinkönigin Kathrin I. und deren Prinzessinnen Sophie und Luisa, die ihn bei der Eröffnung sehr gut vertreten hätten: "Wir sind richtig stolz, dass wir so tolle Mädels haben."