Ruwer will Jugend- und Vereinsarbeit im Stadtteil stärken
Trier-Ruwer · Der Ortsbeirat in Ruwer setzt sich für die Belange von Jugendlichen ein. Fast das komplette Budget für das Jahr 2012 soll nach seinen Vorschlägen in die Jugend- und Vereinsarbeit gesteckt werden.
Trier-Ruwer. Im Jahr 2012 kann der Ortsbeirat Ruwer über Mittel in Höhe von 19 748 Euro verfügen. Am Dienstagabend beschloss das Gremium einzelne Maßnahmen, die mit dem Geld umgesetzt werden sollen. 5000 Euro sollen in eine neue Hallenbodenabdeckung investiert werden. Denn eine alte Abdeckung für den Turnhallenboden ist in die Jahre gekommen.
Vereine, die die Turnhalle für Veranstaltungen nutzen, waren an den Ortsbeirat mit der Bitte um die Investition herangetreten. Mit jeweils 3000 Euro für konsumptive und investive Maßnahmen will der Ortsbeirat die Jugendarbeit in Vereinen sowie die anderen Vereine unterstützen. Die Nutzung der ehemaligen Grundschule als Vereinshaus unterstützt der Ortsbeirat mit 4000 Euro für konsumptive Maßnahmen.
Dort probt beispielsweise die Garde mit 30 Kindern. Da die Vereine möglicherweise künftig Miete bezahlen müssen, will ihnen der Ortsbeirat finanziell helfen. Mit den eingeplanten 4000 Euro könnten Miete oder Stromkosten übernommen werden.
Auch der Kindergarten erhält nach dem Wunsch des Ortsbeirates Geld: 1985 Euro sind für die Anschaffung einer neuen Schaukel für den Außenbereich vorgesehen. Mit 2763 Euro plant der Ortsbeirat ortsbildverschönernde Maßnahmen in Ruwer.
Kleinere Restmittel aus dem aktuellen Haushalt fließen unter anderem in die Einrichtung des Jugendraums in der Schule, die allmählich voranschreitet. "Die Förderung der Jugendarbeit ist uns ganz wichtig für das soziale Miteinander", sagt Ortsvorsteherin Monika Thenot und informierte, dass der Kindergartenspielplatz Auf Mohrbüsch reaktiviert werde. Nicht minder wichtig ist dem Ortsbeirat auch sein eigener Erhalt: Dem Vorschlag, die Zahl der Ortsbeiräte in Trier zu reduzieren, stimmt das Gremium nicht zu.
Als direkter Ansprechpartner vor Ort, der die Probleme im Stadtteil und seine Menschen kenne, müsse der Ortsbeirat in Ruwer erhalten werden. Eine Zusammenlegung mit den benachbarten Stadtteilen in Trier-Nord oder Kürenz sei aufgrund der fehlenden direkten räumlichen Verbindung nicht praktikabel. gsb