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Samstagsunterricht für Eltern und Kinder

Samstagsunterricht für Eltern und Kinder

Pro Woche finden an der BBS Wirtschaft rund 2200 Unterrichtsstunden statt: Zahlreiche Besucher informierten sich am Schnuppertag, was genau dort gelehrt wird - und sie erfuhren, dass auch einige Trierer Promis mal Schüler dieser großen Penne waren.

Trier. Realschüler Fabian (15) aus Riol hat eine klare Vorstellung, wie es nach der Mittleren Reife weitergehen soll: "Ich möchte zum Wirtschaftsgymnasium und Abi machen", plant der Realschüler. Der Tag der offenen Tür kommt ihm gelegen, um schon einmal einen Blick in die Schule zu werfen, die er ab Sommer 2014 besuchen möchte. Dass Schüler dem Zehntklässler dabei einen Einblick in den Schulalltag gaben, hat sowohl Fabian als auch seiner Mutter, Karin Bach-Kordel, gut gefallen. Das Gymnasium ist nur einer der vielen Zweige der Trierer BBS Wirtschaft. Hier können nämlich verschiedene Abschlüsse erworben werden, von einer beruflichen Grundbildung bis zum Abitur. So mannigfaltig wie die schulischen Möglichkeiten sind auch die Karrieren ehemaliger Schüler: Thomas Marx, Geschäftsführer des Trierischen Volksfreunds, etwa und Josef Peter Mertes, einstiger Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier, haben hier die Schulbank gedrückt. Ausschnitte aus ihren Lebensläufen und Erfolgsgeschichten sind beim Tag der offenen Tür in der Ausstellung "Papierwürfel" nachzulesen. Die 2800 Schüler und 130 Lehrer haben sich einiges einfallen lassen, um die Infos kurzweilig rüberzubringen: Offene Klassenräume laden dazu ein, den Unterricht selbst mitzuerleben. Außerdem werden Vieraugengespräche, Workshops und Planspiele angeboten. Die Aula platzt während der "Modenschau" aus allen Nähten, als schuleigene Modells in aktueller Herbst- und Wintermode über den Laufsteg stolzieren. "Unsere Einzelhändler haben die Schau organisiert, in Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben der Modebranche", erklärte Monika Leinen, Lehrerin und Organisatorin des Schnuppertages. Dass die BBS Wirtschaft mit vielen Partnern zusammenarbeitet, wird deutlich, als Schulleiter Reinhold Müller die zahlreichen Gäste begrüßt. Seine Liste reicht von Vertretern der Arbeitsagentur bis zu Kammer-Chefs. Allseits gibt es Lob für die gelungene Premiere, auch aus den eigenen Reihen. Schüler Fabian Müller (17) aus Mertesdorf: "Heute kann ich mich mal genauer informieren, was sonst noch alles an unserer Schule läuft." Dafür gebe es im Schulalltag kaum Gelegenheit.Extra

Berufsfachschule I: Für Schüler, die mit Abschluss der 9. Klasse keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Sie ist Sprungbrett in eine Ausbildung oder in die Berufsschule II. Berufsschule II: Wer die Berufsfachschule I mit einem entsprechenden Schnitt abgeschlossen hat, kann hier die Mittlere Reife erlangen. Höhere Berufsfachschule: zwei Jahre Vollzeitunterricht mit dem Ziel Fachabitur. Dabei gibt es vier Fachrichtungen: Fremdsprachen und Bürokommunikation, Handel und E-Commerce, Organisation und Officemanagement, Rechnungslegung und Controlling. Wirtschaftsgymnasium: führt in drei Jahren zum Abitur, das zum Universitätsstudium berechtigt. Berufsschule: Auszubildende aus den Berufsfeldern Wirtschaft und Verwaltung sowie Gesundheit werden in Fachklassen unterrichtet. Berufsoberschule: Wer entsprechende Aufnahmevoraussetzungen erfüllt, kann zum Fach-Abi gelangen: zum einen innerhalb eines Jahres Vollzeitunterricht oder innerhalb von zwei Jahren berufsbegleitend in Teilzeit. Fachschule: für Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensmanagement mit den beiden Schwerpunkten Steuern, Rechnungslegung, Controlling und Kommunikation und Büromanagement. Ein Bildungsgang in Teilzeit, berufsbegleitend. Nach zwei Jahren: staatlich geprüfter Betriebswirt. Nach vier Jahren: staatlich geprüfter Betriebsfachwirt. Sonstiges: Außerdem können Fremdsprachenzertifikate erworben werden. kat