Sanierung Moselstadion wird doppelt so teuer

Trier. (woc) Bei einer Förderung aus dem "I-Stock" hätte das Land rund 70 Prozent der Kosten bezahlt, aus Sportfördermitteln können nur 40 Prozent der Baukosten übernommen werden. Das teilte Sportdezernent Georg Bernarding am Donnerstagabend auf Anfrage der Bündnis90/Die Grünen im Stadtrat mit.

In einer Chronologie zeigte Bernarding das Gezerre zwischen Stadt und Land um die Bezuschussung auf: Habe das Land 2005 noch den Sanierungsbedarf anerkannt, hätte das Sportministerium 2007 diese Notwendigkeit infrage gestellt. Um dem Handlungsbedarf Nachdruck zu verleihen, habe die Stadt daraufhin der Stadionsanierung zweite Priorität - nur übertroffen vom Sanierungsbedarf des Südbads - eingeräumt. Im April 2008 seien die entsprechenden Unterlagen an die Landesbehörden gegangen. "Vor zwei Tagen habe ich zwar die Förderzusage bekommen", berichtete Bernarding. "Allerdings fließt das Geld aus dem Sportmitteltopf, das heißt, dass wir statt 70 Prozent nur 40 Prozent der Baukosten erhalten." Der städtische Eigenanteil steigt dadurch von 400 000 Euro auf 800 000 Euro. "Wegen der gestiegenen Kosten können wir nicht Moselstadion und den neuen Sportplatz in Ehrang parallel angehen." Bernardings Vorschlag: Weil der neue Rasenplatz in Ehrang in "einem Zug" zu bauen sei, soll dieser vorgezogen werden. Das Stadion könne dann schrittweise mit den jeweils zur Verfügung stehenden Mitteln saniert werden. Auf der Agenda stehen die Komplett-Sanierung des Hauptgebäudes, die Erneuerung der Toiletten unter der Sitztribüne, der Bau von WC- und Verkaufsräumen und die Befestigung der Antrittsfläche am Eingang.