Sanierung Stefan-Andres-Halle

Infrastruktur : Der mächtige Kamin in Schweich ist bald Geschichte

Die Generalsanierung der Stefan-Andres-Sporthalle in Schweich beginnt mit einer Rückbau-Aktion. Der Bauantrag für eine Ersatzhalle ist gestellt.

Mit Beginn der Sommerferien hat die Sanierung der Stefan-Andres-Sporthalle am Schulzentrum Schweich begonnen. Derzeit tragen Arbeiter der Firma Eksan (Ludwigshafen) den markanten 20 Meter hohen Kamin neben dem Haupteingang ab. Er besteht aus 18 Betonelementen. Jedes Teil wiegt stattliche 3,2 Tonnen.

Der Rückbau ist Schwerstarbeit: Die Arbeiter haben auf dem engen Steiger-Käfig nur wenig Bewegungsfreiheit. Sie schneiden zunächst die einzelnen Rohrteile mit einem Betontrennschneider frei, bevor sie sie mit den Palettengabeln eines Baggers greifen und nach unten befördern. Die Elemente sind durch senkrecht eingelassene Stahlrohre miteinander verbunden.

Der riesige Kamin der 1974 in Betrieb genommenen Sporthalle hat schon seit längerem keine Funktion mehr. Nach dem Umrüsten von Öl- auf Gasheizung wurden Edelstahl-Kaminrohre eingebaut. Seit 2012 deckt ein Blockheizkraftwerk den Energiebedarf der Großraumhalle. Die Firma Eksan ist nur für die Rückbauarbeiten zuständig. Neben dem Abbau des Kamins beinhaltet dieser Auftrag die Entkernung der Dreifeldhalle. Ihr angegliedert sind ein Fitnessraum, Umkleide- und Sanitärräume sowie Technik- und Nebenräume.

Foto: Albert Follmann

Das Gebäude wird energetisch saniert. Nach Auskunft des Bauherrn, der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, werden unter anderem thermisch getrennte Tür- und Fensterelemente in Verbindung mit einer wärmegedämmten Fassadenverkleidung eingebaut. Die komplette Installation (Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär) wird erneuert.

 Außerdem sind Baumaßnahmen vorgesehen, die den Brandschutz betreffen sowie der Barrierefreiheit dienen (Anbau eines Aufzuges im Eingangsbereich, behindertengerechte Sanitäranlagen, Räumlichkeiten mit Wickel- und Pflegemöglichkeit). Anlass dafür sind Forderungen der Unfallkasse, die umgesetzt werden sollen. Das Bauprojekt wird durch Landesmittel und Mittel des Kommunalen Investitionsprogramms 3.0 gefördert. Die Kreis geht davon aus, dass die Arbeiten bis Dezember 2020 dauern.

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