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Sankt-Maximin-Schule, Realschule plus des Bistums Trier, feiert Jubiläum 50 Jahre

Bistumsschule : Sankt-Maximin-Schule Trier feiert 50-jähriges Bestehen

Jubiläum für die St.-Maximin-Schule: Die Schulgemeinschaft hat  die Feiern zum 50-jährigen Bestehen der Schule mit einem Gottesdienst mit Bischof Dr. Stephan Ackermann in der ehemaligen Reichsabtei St. Maximin eingeläutet.

Im Jahr 1970, also bereits vor 52 Jahren, gründete das Bistum die Konstantin-Hauptschule in der Friedrich-Wilhelm-Straße, aus der die St.-Maximin-Schule an ihrem heutigen Standort hervorging. Pandemiebedingt musste die Feier zum 50. Jahrestag um zwei Jahre verschoben werden. Der Bischof begrüßte deshalb die Schülerinnen und Schüler sowie die Schulleitung und zahlreiche Lehrkräfte in der vollbesetzten, einstigen Abteikirche zum Jubiläum „50 plus zwei Jahre“. Als junger Diakon habe er an der Schule gelernt, Religion zu unterrichten, und „gute Erinnerungen an dieses Jahr“, sagte der Bischof.

Die Schulgemeinschaft hatte den Gottesdienst unter das Motto „Wir bauen aufeinander“ gestellt. Einige der Messdiener erläuterten dem Bischof ihre Gedanken zu den selbstgestalteten, bunten Steinen, die sie im Mittelgang in Form eines Weges ausgelegt hatten. Steine könnten als Waffen eingesetzt werden; es könnten aus ihnen aber auch verbindende Brücken entstehen, sagte der Bischof mit Bezug auf eine von den Kindern vorgetragene Geschichte. In seiner Predigt betonte er die Bedeutung von Schule als Gemeinschaft von Menschen als „lebendigen Steinen“ und wünschte sich von den Schülerinnen und Schülern, dass sie mit ihren Ideen zu „Bauleuten der Zukunft des Lebenshauses der Menschen“ werden.

Nach dem Gottesdienst, den die „Maximiner“ auch mit ihrer Schulband und Chor (Leitung Christoph Lauterbach), durch ihre Begrüßung und mit ihren Fürbitten mitgestalteten, fand auf dem angrenzenden Schulgelände und rund um St. Maximin das Schulfest statt. Alles sei von den Jugendlichen in Projekttagen vorbereitet und umgesetzt worden, erläuterte Jutta Humrich. Mit 33 Jahren an der Schule sei sie die „Dienstälteste“, erzählte die Lehrerin, die Mathematik, Physik, Chemie und Biologie unterrichtet. Sie beobachte, dass die Probleme der Kinder heute andere seien als früher. „Man ist als Lehrer heute viel mehr als nur ‚Wissensvermittler‘; man ist Ansprechperson für alle Lebenslagen“ – was einerseits schön sei, andererseits aber auch sehr anspruchsvoll, so Humrich. Genau wie ihren Kolleginnen und Kollegen sei ihr wichtig, dass die Kinder „gerne und angstfrei die Schule besuchen können“. Sie schätze in St. Maximin die „funktionierende Schulgemeinschaft und den respektvollen Umgang miteinander“.

Nachdem das Bistum 1970 die Hauptschule in der Friedrich-Wilhelm-Straße übernommen hatte und als Konstantin-Hauptschule weiterführte, kam zwei Jahre später Guido Müller als junger Lehrer hinzu. Er wurde später Rektor und blieb der Schule fast ohne Unterbrechung 40 Jahre lang bis zu seiner Pensionierung 2012 treu. Müller begleitete 1983 den Umzug der Hauptschule in den Neubau in Nachbarschaft der ehemaligen Abtei in der Maximinstraße, die 1987 nach ihrem neuen Standort „St.-Maximin-Schule“ benannt wurde. Zunächst sei mit einem zehnten Schuljahr die Möglichkeit für einen Realschulabschluss hinzugekommen, bevor am Tag seiner Verabschiedung im Jahr 2012 die Weiterführung als Realschule plus bekanntgegeben wurde, berichtet der langjährige Schulleiter. „Ich durfte sie als ‚meine‘ Schule mit- und weiterentwickeln, das hat mir sehr viel Freude gemacht“, bekennt Müller. „Wichtig war mir, dass die Erziehung und der Unterricht in der Schule an christlichen Werten orientiert sind und dass großer Wert auf eine Elternschaft gelegt wurde, die das mitgetragen hat.“

Nach wie vor stark nachgefragt seien die pro Schuljahr etwa 75 neuen Plätze, berichtet die Konrektorin und kommissarische Schulleiterin Sandra Klopp; die Bewerberzahl sei fast drei Mal so hoch. Neben katholischen seien derzeit auch evangelische, muslimische und russisch-orthodoxe Schülerinnen und Schüler in St. Maximin, allerdings keine konfessionslosen. Drei ukrainische Kinder ergänzten seit kurzem die Schulgemeinschaft.

Weitere Informationen gibt es unter www.st-maximin.de und www.schulabteilung.bistum-trier.de/kirchliche-schulen/kirchliche-schulen-im-bistum-trier