Sauber, sicher, sozial

EHRANG. (gsb) Das Bürgergutachten für den Stadtteilrahmenplan ist in Arbeit. Drei Arbeitsgemeinschaften (AG) haben sich zu verschiedenen Themen gebildet. Die "AG Kinder, Senioren, Soziales" und die "AG Sicherheit, Sauberkeit, Umwelt" hatten ihre ersten Treffen.

Als "produktiv" bezeichnete ein Teilnehmer der "AG Sicherheit" das Treffen, bei dem zehn Interessierte und eine Moderatorin nach Problemen und deren Lösung suchten. Ärgernisse wie beispielsweise der Hundedreck auf dem Kirchplatz wurden angesprochen. Um über das Müllproblem - insbesondere auf öffentlichen Flächen - Herr zu werden, wurde dringend die Einführung der Stadtreinigung gefordert. Zur Sicherheit der Radfahrer überlegten sich die Teilnehmer eine veränderte Radwegführung zwischen Krankenhaus und Brauchwasserwerk. Gegenstand der Diskussionen war auch die direkte Anbindung des Marienkrankenhauses an die B 53, um Unfälle im Ort zu vermeiden und kürzere Wege für die Rettungsfahrzeuge zu schaffen.Bus zum Supermarkt

Thematisiert wurden die Schrotthändler am südlichen Einfallstor von Ehrang. Angeblich wurde auf deren Gelände Öl in das Abwasser geleitet und Kabel verbrannt.Überraschend viele Teilnehmer beteiligten sich an der "AG Kinder, Soziales, Senioren" - unter ihnen die Trierer Jugendpflegerin Susanne Schmitz, Streetworker Matthias Opitz und Fachkräfte aus Jugendhilfeeinrichtungen. Mit dem Plan, einen mobilen Besuchs- und Einkaufsdienst der Pfarrei St. Peter einzurichten, überraschte der Ehranger Seniorenbeauftragte Jürgen Schmitt. Insbesondere Quinter Bürger haben nur noch schlechte Einkaufsmöglichkeiten. "Es gibt viele Ideen, beispielsweise ein Senioren-für-Senioren-Modell", erläuterte Schmitt.Es soll eine zentrale Anlaufstelle geben mit einem gesponserten Bus. Bis der Dienst zustande kommt, wird wohl noch ein Jahr ins Land gehen. Grundsätzlich fehle es an Nachwuchs in der Pfarrei.Drogenprobleme bei Jugendlichen

Claudia Clüsserath sprach von einem Drogenproblem bei Jugendlichen im Stadtteil, was von den anderen Teilnehmern relativiert wurde. "Bei Teilen von Jugendlichen gibt es allerdings ein gestiegenes Alkoholproblem", hieß es.Kritisiert wurden die Öffnungszeiten im Jugendheim, die viel zu kurz seien. Zudem fehle es an Personal und geeigneten Angeboten.Ortsvorsteher Günther Merzkirch verwies auf die 32 Vereine in Ehrang. "So etwas gibt es in keinem anderen Stadtteil." Mit einem Angebotskalender, der in Schulen ausliegen soll, will er mehr Werbung dafür machen. Ein Manko des Abends: Jugendliche und Senioren, um die es sich drehte, waren nicht bei dem Treffen.Die nächsten Treffen, zu dem alle Bürger willkommen sind: "AG Kinder, Senioren, Soziales" am 2. Februar um 19 Uhr in der Servaisstraße 46; "AG Sicherheit und Umwelt" am 29. Januar um 19.30 Uhr in der Brunnenstube.