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Sauertal- und Kylltalradweg sollen verbunden werden

Infrastruktur : Zwei Radwege an der Sauer und Kyll sollen verbunden werden

Bisher laufen sie an den jeweiligen Flüssen entlang, eine Verbindung gibt es nicht: Der Sauertal- und Kylltalradweg sollen ausgebaut werden. Etwa acht Kilometer wird der neue Weg lang sein.

Radfahrer, die in der Region unterwegs sind, werden einen neuen Weg für entspannte Fahrten bekommen. Zwischen dem Sauertal- und Kylltalradweg soll eine Verbindung entstehen. Bevor der der Radweg ausgebaut werden kann, mussten mehrere Hürden genommen werden.

Eine direkte Verbindung der beiden Radwanderwege besteht bisher nicht. Der Sauertalradweg verläuft entlang der Sauer und verbindet die Moselmündung bei Wasserbillig am Zusammenfluss von Alzette und Sauer mit Ettelbrück in Luxemburg. Der Kylltalradweg verläfut weitgehend parallel zur Kyll und ist ein 120 Kilometer langer Radwanderweg. Er verbindet den Ursprung der Kyll an der deutsch-belgischen Grenze mit der Einmündung in die Mosel bei Trier-Ehrang.

Die Trassenführung des geplanten Weges verläuft über die Gemarkungen Ralingen-Edingen, Eisenach und Welschbillig und ist etwa acht Kilometer lang. Die Strecke verläuft über eine vorhandene Gemeindestraße sowie über bereits vorhandene, befestigte Wirtschaftswege. Damit der kombinierte Rad-Wirtschaftsweg ausgebaut werden kann, mussten alle drei Gemeinden zustimmen und Vereinbarungen zu den Kosten und zur Verkehrssicherungspflicht treffen. Die Gemeinde Ralingen ist nach Rücksprache mit dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau für die Abrechnung der Kosten mit den Gemeinden sowie die Ausschreibungen und Vergaben zuständig.

Insgesamt fallen für den Ausbau der Radwegeverbindung Kosten in Höhe von fast einer Million Euro an. Ein großer Teil der Summe – 630.000 Euro – ist die finanzielle Obergrenze der Förderung. Da der größte Bereich des Ausbaus in der Gemarkung Ralingen liegt, übernimmt die Gemeinde mit etwa 250.000 Euro auch den größten Anteil. Für die Gemeinde Welschbillig fallen Kosten von 50.000 bis 60.000 Euro an. Den Beitrag der Gemeinde Eisenach, auf deren Fläche der geringste Teil des Ausbaus verläuft, übernimmt mit 25.000 Euro die Gemeinde Ralingen. Im Haushalt der Gemeinde wurden schon 2021 60.000 Euro zur Planung bereitgestellt. In diesem Jahr sind Baukosten in Höhe von 600.000 Euro vorgesehen.

Dass der Weg ausgebaut werden soll, sei keine neue Überlegung, sagt Alfred Wirtz, Ortsbürgermeister von Ralingen. „Seit Jahren gibt es schon die Bestrebung, den Sauertal- und Kylltalradweg zu verbinden. Wir haben bisher nach einer Möglichkeit gesucht, die Straße zu sanieren.“ Dass die Route erschlossen wird, sei schon seit mehr als zehn Jahren erwünscht. Den asphaltierten Wirtschaftsweg zu einer Kombination aus Radweg und Gemeindestraße auszubauen, sei eine gute Lösung.

Von diesem Plan profitieren die Radfahrer in unterschiedlichen Orten. Das Projekt sei ebenfalls ein Zeichen für die interkommunale Zusammenarbeit, da drei Gemeinden diesen Weg gemeinsam vorangebracht haben.