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Sauertalbrücke wird zur Großbaustelle

In den nächsten drei Monaten werden Metallplatten auf der Sauertalbrücke (A 64) ausgetauscht. Sie sind abgenutzt und werden aufgearbeitet. Der Verkehr kann vierspurig rollen, jedoch nur auf verengten Spuren. Von unserem Redakteur Albert Follmann

Langsur/Wasserbillig. Nachdem im Herbst 2008 Ermüdungsrisse unter der Sauertalbrücke ausgebessert worden waren (der TV berichtete), sind nun die vier Fahrbahnübergänge zwischen Brücke (siehe Extra) und Straße an der Reihe. Die sogenannte Übergangskonstruktion muss auf beiden Seiten der Brücke erneuert werden. Sie besteht aus Platten, die beim Überfahren klackende Geräusche von sich geben. Die Platten dienen als Dehnfuge; sie können sich ineinander schieben und fangen damit Längenunterschiede von bis zu einem halben Meter auf. Bei warmer Witterung dehnt sich die Brücke aus, bei Frost zieht sich sie sich zusammen.

In beiden Fahrtrichtungen werden die Spuren verengt, damit die ersten Platten entfernt werden können. Nach und nach werden die Fahrspuren in der Breite verlegt, bis schließlich die Platten auf der ganzen Brücke ausgebaut sind. Nach Auskunft des Chefs der Autobahnmeisterei Schweich, Walter Druckenmüller, werden die Teile zum Hersteller gebracht, dort gereinigt, grundiert, lackiert und mit einem lärmmindernden Belag versehen. Dieser besteht derzeit nur noch aus kleinen Flicken; teilweise sind die Platten schon so abgefahren, dass sie vollständig blank sind. "Aus Langsur und Mesenich gab es häufiger Beschwerden wegen des Lärms von der Brücke", sagt Druckenmüller. Während der Bauzeit von drei Monaten rechnet er nicht mit großen Behinderungen. Der Verkehr könne vierspurig rollen, jedoch auf verengten Spuren und mit einem Tempolimit. Deutschland und Luxemburg teilen sich die Kosten von einer Million Euro. Unterdessen hat die Firma BSM (Leiwen) am Brückenkopf mit der Beseitigung von Taubenkot begonnen. Mit bis zu 180 Grad heißem Wasser wird dieser bei hohem Druck von Beton und Stahlträgern abgewaschen. EXTRA Sauertalbrücke Bauzeit: 9/83 bis 11/87 Länge: 1195 Meter, Breite: 27 Meter, Höhe: 92 Meter Kosten: 87 Millionen DM Massen: Beton Unterbauten 15 000 Kubikmeter, Betonstahl 1500 Tonnen, Stahl Überbau 13 000 Tonnen (alf)