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Sauertalstrecke wird zur Großbaustelle

Sauertalstrecke wird zur Großbaustelle

Den Anliegern und Feriengästen im Sauertal steht ein unruhiger Sommer bevor: Die stark ramponierte B-418-Sauertalstrecke wird über weite Abschnitte saniert und ausgebaut. Während der Arbeiten bleibt die Straße in weiten Abschnitten voll gesperrt.

Langsur/Ralingen. Die B 418 zwischen Langsur-Metzdorf und Ralingen-Edingen soll in diesem Jahr auf einer Gesamtlänge von insgesamt 8,7 Kilometern saniert und ausgebaut werden. Nach Auskunft des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Trier läuft zurzeit noch das Ausschreibungsverfahren für das auf rund drei Millionen Euro veranschlagte Projekt. Die Ausschreibung endet erst Mitte April. Dazu Hans-Michael Bartnick, stellvertretender LBM-Dienststellenleiter Trier: "Ein verbindlicher Zeitplan für die Arbeiten kann daher noch nicht festgelegt werden".

Fast neun Kilometer Gesamtausbaulänge

Die entsprechende technische Planung ist indessen abgeschlossen: Der erste Ausbauabschnitt beginnt an der K-4-Einmündung bei Metzdorf (Straße nach Fusenich) und reicht über eine Länge von insgesamt 4,8 Kilometern bis Wintersdorf. Der Schwerpunkt der Arbeiten wird auf einem 3,8 Kilometer langen Teilstück zwischen Metzdorf und Wintersdorf liegen. Die Fahrbahn soll dort von bisher fünf auf 5,50 Meter verbreitert werden. Zudem werden die vorhandenen zwei Asphaltschichten abgefräst und durch drei neue Schichten ersetzt, um die Straße haltbarer zu machen. Die Fahrbahnoberfläche wächst dadurch um rund 15 Zentimeter in die Höhe.

Die Vollsperrung auf diesem Abschnitt muss wahrscheinlich während der gesamten Bauzeit bestehen bleiben. Nach Beginn der Sperrung sind dort zunächst Baumfällarbeiten durch das Forstamt Trier vorgesehen.

Eine halbseitige Sperrung auf einem Kilometer Länge mit Ampelregelung wird für die Deckenerneuerung zwischen Metzdorf und der K-4-Einmündung reichen.

Der zweite, etwas kürzere Ausbauabschnitt reicht von Ralingen bis Edingen. Voraussichtlich ist auch dort über die gesamte Bauzeit eine Vollsperrung erforderlich.

Neben den Fahrbahnarbeiten werden auch einige schadhafte Stützmauern entlang der Strecke saniert. Hinzu kommen Bordstein-, Pflaster- und Betonarbeiten an Seitenstreifen und Rinnen.

Nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität Trier wurde für die gesamten Arbeiten zunächst eine Bauzeit von 200 Werktagen festgesetzt. An diesen Zeitrahmen werden sich die Baufirmen grundsätzlich vertraglich binden müssen.

Hans-Michael Bartnick: "Angesichts des Umfangs der Sanierung dauern die Arbeiten bis 2011. Der größte Teil soll aber noch in diesem Jahr abgeschlossen sein." Insgesamt aber, wiederholt Bartnick, sei der gesamte Zeitplan noch unverbindlich. Falls eine Baufirma vom Zeitplan abweichen wolle und dies begründen könne, seien Änderungen möglich.

Auch noch nicht festgelegt sind die offiziellen Umleitungen während der Vollsperrung. Sicher ist, dass die frisch ausgebaute Route Nationale 10 (RN 10) auf der luxemburgischen Seite der Sauer dabei eine entscheidende Rolle spielen wird.