Schäden und Graffiti

RHEINLAND-PFALZ. Kaputte Fensterscheiben und Sitze sind ein häufiges Bild in und an Zügen in Rheinland-Pfalz. Oftmals geht es auf die Konten der "Sprayer".

Fast jeder hat davon gehört oder hat schon einmal mit angesehen, wie die so genannten "Sprayer" die Züge nicht nur von außen, sondern auch von innen vollsprühen, mit Schlüsseln oder anderen harten, kantigen Gegenständen die Fensterscheiben zerkratzen und die Sitze aufschlitzen und zerreißen. Doch wer unternimmt etwas dagegen? Wie es scheint,, kaum einer, außer dass ein paar Zeugen ab und zu einen solchen Vorfall melden, und die Polizei dann Untersuchungen durchführt. "Es ist mittlerweile wirklich schlimm geworden", meldete uns ein Schaffner der Deutschen Bahn. Andere berichten, dass sie manchmal auch einige, vor allem junge Leute dabei erwischen, wie sie sich straffällig machen. Ein anonymer Sprayer erzählte uns, dass es ein Kick sei, so etwas Unerlaubtes und rechtlich Verbotenes zu tun. Das Schlimmste ist aber, dass die Sprayer immer jünger werden. Oft werden schon 15- bis 16-Jährige dabei gesehen, teils sind sie auch noch jünger. Ist dieser Kick denn wirklich so aufregend, dass man dafür eine Anklage und eine Vorstrafe riskiert? Die jungen Leute denken oft, sie dürften sprühen, da manche Züge mit Graffiti bemalt sind, doch dafür engagieren sie immer öfter Profi-Sprüher, die sogar Geld dafür bekommen. "90 000 Euro wurden letztes Jahr zur Reinigung der rund 1650 Meter an besprühten Flächen ausgegeben. 21 Prozent der 282 Reisezüge sind beschmutzt und somit nicht verwendbar", teilte uns ein Pressesprecher der Deutschen Bahn mit. "Wenn Sie irgendwelche Hinweise auf derartige Straftaten oder Straftäter haben, melden Sie es bitte der Polizei." Die Autorinnen Sinja Junk und Isabell Hegner sind Schülerinnen der Klasse 8d am AVG in Trier.