Schädlingsbefall bei Rosskastanien
Trier. (red) Rosskastanien prägen das Erscheinungsbild des Alleenrings in der Innenstadt. Doch an den Bäumen haben sich Krankheitszeichen gezeigt. Diagnose: Schädlingsbefall. Die aus Osteuropa eingewanderte Kastanienminiermotte ist dafür verantwortlich.
Wie viele andere nach Deutschland eingeschleppte Schädlinge hat sie kaum natürliche Feinde. Da chemische Bekämpfungsmittel keine Lösung sind, muss nicht nur in städtischen Grünanlagen das befallene Laub aufgesammelt und entfernt werden. Es zählt jedes einzelne Blatt, damit sich die Schädlinge nicht weiter vermehren. Franz Kalck, Leiter des städtischen Grünflächenamts, empfiehlt privaten Gartenbesitzern, die Blätter über die ART-Grünschnittabholung entsorgen zu lassen. Vom Kompostieren im eigenen Garten rät er ab, da die dort entstehende Hitze nicht ausreicht, um die Schädlinge zu töten. Miniermotten allein können zwar eine große Rosskastanie nicht so stark schädigen, dass sie sofort gefällt werden muss. Befallen die Schädlinge einen ohnehin schon geschwächten Baum, können sie ihm "den Rest geben".