Scharfe Kurve, viele Probleme
Trier-Irsch · Der Ortsbeirat Trier-Irsch hat eine Aussprache zur Verkehrssituation im Stadtteil geführt. Dabei förderte er einige neuralgische Punkte zutage, die das Gremium für verbesserungswürdig hält.
Trier-Irsch. Im Trierer Höhenstadtteil Irsch ist es nicht viel anders als in den übrigen Stadtteilen: Sowohl beim ruhenden als auch beim fließenden Verkehr gibt es Probleme. So bemängelten einige Mitglieder des Ortsbeirats in der zurückliegenden Sitzung unter dem Vorsitz von Ortsvorsteher Karl-Heinz Klupsch (CDU) einige Dinge.
Dazu gehörte auch die Irscher Straße in Höhe der Kurve vor dem Feuerwehrgerätehaus. Die Beschwerden aus der Bevölkerung zielten in zwei Richtungen, so Klupsch: erstens werde dort zu schnell gefahren und zweitens an den unmöglichsten Stellen geparkt.
Abenteuerliche Zustände
Die Zustände hinter der scharfen Kurve seien mitunter "abenteuerlich", hieß es aus dem Rat, und Philipp Gehlen (CDU) ergänzte, "dass die Feuerwehr schlecht rauskommt", wenn vorschriftswidrig geparkt werde. Nicht selten komme es vor, dass Stadtbusse auf den Gehweg ausweichen müssen, um die Kurve zu befahren.
Herbert Gehlen (CDU) hält ein einseitiges Parkverbot auf der gegenüberliegenden Seite des Gerätehauses für unabdingbar. Das einzig Gute sei, dass hier noch kein Unglück passiert sei.
Einen weiteren neuralgischen Punkt sieht der Rat in der Georgstraße. Hier böten sich nur zwei Lösungsmöglichkeiten, fand der Rat: entweder ein Halteverbot oder eine Einbahnstraße. Peter Weber brachte die Trierer Hochschule ins Gespräch: Vielleicht sei man dort daran interessiert, sich mit einem Gutachten der Problematik anzunehmen. Ortsvorsteher Klupsch versprach, sich unmittelbar mit der Hochschule in Verbindung zu setzen.
Ein weiterer Punkt in der Sitzung war die Anbringung eines Verkehrsspiegels in der Schmiedestraße, da die Sichtverhältnisse dort katastrophal seien, so einige Ratsstimmen. Ortsteilchef Klupsch will sich mit dem Anliegen an die Stadt wenden. Herbert Gehlen regte an, für einen besseren Überblick über die Gesamtthematik eine Ortsbesichtigung zu organisieren, wozu Ortsvorsteher Klupsch in Kürze einladen will.
Den Bürgerhaushalt der Stadt bearbeitete der Rat zügig. Der Grund laut Ortsvorsteher: Für Irsch sei bislang kein Vorschlag bei der Verwaltung eingegangen. "Ich bin froh darüber", sagte Karl-Heinz Klupsch und machte keinen Hehl daraus, dass er von dieser Art Bürgerbeteiligung nichts hält. Vielmehr seien es die gewählten Ortsbeiräte, die die beste Bürgerbeteiligung darstellen würden.
Extra
Nicht anfreunden kann sich der Rat mit der von den Stadtwerken ausgedünnten Buslinie 7, die zum Winterhalbjahr in Kraft treten soll (der TV berichtete, siehe Lesermeinung unten). Vor allem ältere Mitbürger beschwerten sich darüber. Seine ganze Hoffnung setzt Ortsvorsteher Karl-Heinz Klupsch darauf, dass die Stadtwerke nach einer Testphase bis Frühjahr 2015 die Angelegenheit überdenken. In der Schülerbeförderung ergäben sich, so Klupsch, keine Veränderungen. Dass vom Martinsfeuer (bei entsprechenden Windverhältnissen) eine Gefahr für den neuen Kunstrasenplatz durch Funkenflug ausgehen könnte, sieht der Rat zwar nicht, will die Frage aber zur Prüfung an die Verwaltung herantragen. Regina Bux (SPD) sieht beim Spielplatz Merteswies Gesprächsbedarf, weil das Holz der Spielgeräte mehr und mehr verwittere. LH