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Schauspielerin feiert Martinsfest mit Kindern

Schauspielerin feiert Martinsfest mit Kindern

Die deutsche Schauspielerin Gudrun Langrebe hat den Kindern in der Kita Leuchtturm eine moderne St.-Martins-Geschichte vorgelesen. Damit hat sie die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in ihrem Bemühen um Erweiterung der Bildungs- und Betreuungsangebote in Kitas und anderen Einrichtungen unterstützt.

Trier. Leise Kinderstimmen hallen durch den Flur und werden immer lauter: "Lange, lange Reihe, oh wie schön, wir wollen in die Turnhalle gehen", singen die Kinder auf ihrem Marsch durch die Gänge. Sie freuen sich auf die bevorstehende besondere Vorlesestunde mit Gudrun Landgrebe, zu der auch viele Eltern gekommen sind. Alle sind neugierig auf die Schauspielerin, Hemmungen haben die Kinder nicht. "Wie heißt Du denn?", fragt Dustin. Elisabeth Gerhards, die Leiterin der Kita Leuchtturm, begrüßt den prominenten Gast: "Wir freuen uns sehr, heute den Eltern und Kindern eine solche Veranstaltung bieten zu können und sind stolz, dass so viele gekommen sind."
Denn Landgrebe ist im Rahmen des Projekts "Mittel.Punkt - die Familienkitas" der DKJS (siehe Extra) nach Trier gekommen. Auf dem Programm steht die Geschichte "Eine Laterne für Sankt Martin", und die Kinder haben sich in den letzten Wochen viel mit dem Heiligen beschäftigt. Protagonisten dieses Buches sind Linus und sein Cousin David. Linus soll für drei Wochen sein Zimmer mit David teilen, weil dessen Mutter im Krankenhaus liegt. Das will er anfangs nicht, am Ende teilt er es aber doch mit David - ganz nach dem Vorbild des heiligen Sankt Martin. Alle Zuhörer sind begeistert. "Mit dieser Aktion wollten wir die Eltern als wichtigste Bezugspersonen der Kinder stärken und als Erziehungspartner in das Kitaleben einbinden", sagt Bianca Monzel, Leiterin der Regionalstelle Rheinland-Pfalz der DKJS.
Nach dem Ende der Geschichte schenkte Landgrebe jeder der beiden Kita-Gruppen ein Vorlese-Buch, und alle teilten sich eine riesige Martinsbrezel.

Die fünf Familienkitas sind: integrative Kindertagesstätte Leuchtturm, Trier; städtische Kindertagesstätte Bombogen, Wittlich; katholische Kindertagesstätte Adolph Kolping, Hermeskeil; katholische Kindertagesstätte St. Marien, Prüm-Niederprüm; katholische Kindertagesstätte Emmaus, Gillenfeld.
Extra

Mit dem Programm "Mittel.Punkt - die Familienkitas" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) werden fünf Kindertagesstätten in der Region Trier unterstützt, um deren Bildungs- und Betreuungsangebot zu erweitern und gemeinsam mit Eltern und anderen Einrichtungen im Stadtviertel eine Gemeinschaft zu bilden. Auch in Schulen oder beim Übergang in den Beruf ist die Stiftung aktiv. www.dkjs.de oder www.familienkitas.deLandgrebe:

Extra

... Schauspielerin Gudrun Landgrebe: Frau Landgrebe, wie kam es dazu, dass Sie sich für die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung engagieren und somit deren ,Projekt Mittel.Punkt - die Familienkitas\\' unterstützen? Landgrebe: "Ich habe Frau Falter, die bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung für den Bereich Fundraising zuständig ist, in Berlin beim alljährlichen Dankesdinner der DKJS kennengelernt. Bei dieser Veranstaltung habe ich als Botschafterin der Stiftung auch schon vorgelesen und zwar das Märchen von der Schneekönigin. Frau Falter und ich kamen ins Gespräch, und sie fragte mich spontan, ob ich das Projekt Mittel.Punkt gerne in Form einer Lesung unterstützen möchte. Ich habe gleich zugestimmt." Warum wurde für die St.-Martinslesung gerade diese Kita ausgewählt? Landgrebe: "Die Kinder und Eltern sollten dafür sensibilisiert werden, öfter einmal ein Buch in die Hand zu nehmen und ihren Kindern vorzulesen. In der Kita Leuchtturm ist gerade die Elternarbeit ein wichtiger Punkt, und so wollten wir allen Seiten gerecht werden." Wann haben Sie Trier zum ersten Mal besucht, kennen Sie die Stadt, und was gefällt Ihnen besonders daran? Landgrebe: "Ich war vor einigen Jahren zum ersten Mal in Trier. Ich finde die Stadt mit ihren antiken Bauten und Ruinen sehr beeindruckend, insbesondere die Porta Nigra und das Amphitheater. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in Trier." kkv