Scheck nicht gedeckt

Zum Artikel "Politisch entmündigt" (TV vom 28. November):

Die Diskussion um den Sportplatzbau in Tarforst nimmt kein Ende. Zu der vom Stadtrat durchaus anerkannten Notwendigkeit eines Sportplatzbaus in Tarforst bedarf es keiner weiteren Ergänzung. Betrachtet man jedoch einerseits den finanziellen und organisatorischen Aufwand, der betrieben wird, wenn eine Oberbürgermeisterstelle neu zu besetzen ist, oder in einer Kommunalwahl der Stadtrat neu gewählt wird, und setzt diesen Aufwand ins Verhältnis zu dem, was der OB und der Stadtrat letztlich zu entscheiden haben, so kommen mir als Bürger dieser Stadt ernste Bedenken. Warum führen OB-Kandidaten einen monatelang dauernden Wahlkampf? Warum gibt es Streit innerhalb der einzelnen Parteien, wenn die Listenplätze zur Kommunalwahl festgelegt werden? Oder sollten sich etwa zukünftige Stadtratsmitglieder gar persönliche Vorteile von der Tatsache versprechen, in diesem Gremium zu sein? Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Wozu wird überhaupt der Stadtrat benötigt, wenn sowieso dessen Beschlüsse von der ADD begutachtet und letztlich revidiert werden? Wenn anlässlich des 60-jährigen Bestehens des FSV Tarforst der Dezernent der Stadt Trier, Georg Bernarding, in seiner Ansprache laut ins Mikrofon rief: " Ich bringe einen Scheck mit von 1,4 Millionen", so fördert eine derartige Aussage nach dem Veto der ADD nicht gerade die Glaubwürdigkeit des Bürgers in die Politik. Dieser Scheck des Dezernenten war offensichtlich nicht gedeckt. Obwohl ich Herrn Bernarding und auch dem Trierer Stadtrat durchaus glauben möchte, dass man den Sportplatz in Tarforst bauen will, sollten sich Triers Kommunalpolitiker mit irgendwelchen Versprechungen in Zukunft zurückhalten. Sie haben nichts zu entscheiden, sie haben nichts zu versprechen - das regelt die ADD. Josef Elenz, Trier

Mehr von Volksfreund