Schießen lernen beim Deutschen Meister

Schießen lernen beim Deutschen Meister

Zum ersten Mal hatte die Ehranger St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1480 in ihrem Schützenhaus im Wallenbachtal zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. "Hat sich gelohnt!", resümiert der Vorsitzende, Hans-Dieter Römer.

Trier-Ehrang. Auch bei den Ehranger Schützen wird es in Oktoberfestzeiten bayerisch: Mit einem Weißwurstessen startete der Tag der offenen Tür, mit einem Haxenessen und bayerischem Bier endete die Veranstaltung, die ihren Besuchern Preisschießen mit dem Luftgewehr angeboten hatte. Unter den Gästen seien auch einige gewesen, die dem Verein beitreten wollten, freute sich Römer. Mit dem Tag der offenen Tür wollte der traditionsbewußte Verein auf seine Angebote und das Leistungsniveau aufmerksam machen. Denn aus den Reihen der Vereinsmitglieder stammt nicht nur der neue Deutsche Meister, Jochen Hoffmann. Bei der Jugend hat der zum ersten Mal angetretene Niklas Franke den siebten Platz bei den Bundesmeisterschaften der historischen Bruderschaften gemacht, berichtete Römer.
Neben den sportlichen Erfolgen ist der Verein stolz auf seine Geschichte. Traditionell sind die Ehranger Schützen bei kirchlichen Veranstaltungen dabei und setzen sich für karitative Zwecke ein. Aktuell baut der Verein mit insgesamt 203 Mitgliedern (Tendenz steigend), darunter 40 Frauen, eine Jugendgruppe unter Leitung von Nicole Becker auf. 15 Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren seien zuletzt ein Wochenende auf einer Ponyranch gewesen, berichtete Becker.
In der Tat waren am Nachmittag etliche Jugendliche auf dem Schießstand, die unter Anleitung und Betreuung begeistert mit einem Laser-Gewehr oder Luftgewehr schießen durften. gsb