Schießgraben-Gebäude in diesem Jahr noch kein Ersatz fürs Trierer Exhaus

Trier : Schießgraben-Gebäude in diesem Jahr noch kein Ersatz fürs Trierer Exhaus

Eine Nutzung der Gebäude am Schießgraben als Konzertstätte ist in diesem Jahr noch nicht möglich. Diese Einschätzung hat die Trierer Stadtverwaltung nach einer ersten Ortsbegehung auf der Suche nach einem Ersatz für das marode Exhaus mitgeteilt.

Das historische Gebäude des Trierer Jugend- und Kulturzentrums Exhaus ist dringend sanierungsbedürftig. Der Komplex ist aus Sicherheitsgründen geschlossen, eine Nutzung auf absehbare Zeit nicht möglich. Damit der Verein Exzellenzhaus dennoch Konzerte organisieren kann, wird eine Ausweichstätte gesucht. Auf Beschluss des Stadtrats werden dafür zwei teilweise leerstehende Gebäude am Schießgraben geprüft.

Inzwischen gab es eine erste Ortsbegehung durch die Stadtverwaltung und den Verein. Zum Ergebnis teilte die Stadt am Donnerstag mit: „Es bleibt noch einiges zu klären. Ob die Gebäude tatsächlich geeignet sind, kann derzeit nicht mit Sicherheit gesagt werden. Sollte sich die Bausubstanz als geeignet herausstellen, müssten dringend Brand- und Schallschutzmaßnahmen umgesetzt und die Barrierefreiheit hergestellt werden. Außerdem fehlt es an sanitären Einrichtungen, einer Bühne, einer Theke und Rückzugsmöglichkeiten für die Künstler.“

Bürgermeisterin Elvira Garbes äußerte sich verhalten optimistisch: „Die erste Sichtung der Gebäude im Schießgraben stimmt uns positiv. Vielleicht kann hier zumindest der Konzertbereich für einige Jahre untergebracht werden. Ich möchte keine zu hohen Erwartungen wecken, aber wir nehmen diese Chance sehr ernst.“

Neben baulichen Fragen bleibe zu prüfen, wie Sanierung und Umbau finanziert werden könnten. Außerdem gehe es um den jeweiligen Bedarf des Verein Exzellenzhaus und des Kulturvereins villaWuller, der im selben Gebäude in bereits aufbereiteten Räumen Veranstaltungen organisiert.

(red)
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