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Schimmel-Entwarnung in Grundschule Kürenz

Schimmel-Entwarnung in Grundschule Kürenz

Obwohl in der ehemaligen Grundschule Kürenz neue Schimmelflecken aufgetreten sind, meldet die Stadt "unauffällige" Ergebnisse der 2013 veranlassten Raumluftmessung. Das Gebäude ist seit Monaten ein Ausweichquartier für die ebenfalls vom Schimmel befallene Grundschule Egbert.

Trier. "Es ist richtig, dass im Ausweichgebäude der Egbert-Grundschule in der Soterstraße im Raum 108 in geringem Umfang Schimmelflecken im Bereich des Fenstersturzes aufgetreten sind", sagt Hans-Günther Lanfer, Pressereferent der Stadt Trier. "Nach jetziger Einschätzung ist die Ursache auf Kondenswasser zurückzuführen. Fehlende oder falsche Belüftung könnte zu der Schimmelbildung beigetragen haben." Die Konsequenz: Die Regenrinnen werden kontrolliert, der Sturz wird mit Wärmematerial ausgekleidet.
Eine zweite Schimmelquelle ist aufgetaucht - dieser eher schlechten Nachricht steht jedoch eine gute gegenüber. Denn die Gesamtergebnisse der Nachmessung auf Schimmelpilzkonzentration im Gebäude der früheren Grundschule Kürenz liegen vor. "Die Werte sind in allen gemessenen Räumen der Schule unauffällig", betont Lanfer. Auch die geschlossene Mensa könne wieder geöffnet werden.
Mit diesen Ergebnis endet zumindest vorläufig eine monatelange Ungewissheit, unter der vor allem die Egbert-Kinder, ihre Eltern und die Lehrer leiden mussten. Da im Gebäude der Egbert-Grundschule mehrere Schimmelquellen entdeckt wurden (siehe Extra), zogen die Schüler nach den Herbstferien ins sanierte Gebäude der Grundschule Kürenz (der TV berichtete mehrmals). Dieses Gebäude stand zur Verfügung, da die Kürenzer Kinder ins Gebäude der Ambrosius-Schule gezogen waren.
Doch auch im neuen Quartier tauchte Schimmel auf. Mitte November fand die Stadt in der Mensa der früheren Grundschule Kürenz dieselbe Sporenart, die auch in Egbert aufgetreten ist. Damals entstand die Theorie der Verschleppung: Die Schimmelsporen seien an Möbeln oder anderen Gegenständen von Egbert nach Kürenz mit umgezogen.
Die Sporen seien allerdings nicht direkt gefährlich und könnten allenfalls Allergikern Schwierigkeiten machen, versicherte die Verwaltung nach Rücksprache mit dem Fachbüro, das die Schule untersucht hat. Dennoch ging die Verwaltung kein Risiko ein, die Mensa wurde sofort geschlossen. Eine generelle Raumluftmessung sollte Klarheit über den Zustand des Gebäudes bringen. Deren Ergebnis liegt jetzt vor: Nach dem Wortlaut des Presseamts vom Freitag sind die Werte "unauffällig" und "in Ordnung".
Die Verschleppungstheorie treffe aus aktueller Sicht nicht mehr zu, heißt es im Rathaus. Die Begründung liefert Hans-Günther Lanfer: "In der Klasse vier werden immer noch Umzugskartons mit Material aus der Egbert-Schule gelagert. Trotzdem war das Ergebnis der Messung in Ordnung." Deshalb gehe die Stadt jetzt davon aus, dass keine auffällige Verschleppung von Schimmelporen von Egbert nach Kürenz stattgefunden hat. "Offensichtlich gab es eine interne Schimmelquelle in der Mensa selbst, die dann zu der Schließung führte."Extra

Die Schule und der Schimmel: "Wir wollen hier nicht mehr unterrichten", teilte das Kollegium der Egbert-Grundschule in Trier-Ost Ende September 2013 Schuldezernentin Angelika Birk mit. So schlimm sei das Schimmelproblem. Nach Erhalt dieses Briefs veranlasste die Verwaltung Raumluftmessungen in der Schule. In einem der acht Klassenräume wurde eine erhöhte Schimmelsporenkonzentration in der Luft gemessen. Eine deutlich erhöhte Sporenbelastung wurde in einem Lehrmittelraum, dem Vorraum eines Klassenzimmers, im Lehrerzimmer, im Archiv, in der Mensa, auf dem Hauptflur und im Hausmeisterzimmer festgestellt. Noch ist völlig unklar, ob und wann in der Egbert-Schule wieder Unterricht stattfinden kann. Die Stadt will einen Sanierungs- und Kostenplan vorlegen. jp