Schimmel in der Grundschule Kürenz
Trier · In der Mensa der Grundschule Kürenz sind Schimmelsporen gefunden worden - laut Mitteilung der Stadtverwaltung dieselben, die auch in der Egbert-Schule festgestellt worden sind. Im Rathaus vermutet man, dass die Sporen mit dem Umzug der Egbert-Schule nach Kürenz mitgereist sind.
Trier. Da im Gebäude der Egbert-Grundschule mehrere Schimmelquellen ihre Sporen verteilen, zogen die Schüler nach den Herbstferien ins sanierte Gebäude der Grundschule Kürenz. Kürenz stand zu diesem Zeitpunkt leer, da die Kürenzer Kinder ins Gebäude der Ambrosius-Schule gezogen waren (der TV berichtete mehrmals). Doch die Flucht vor dem Schimmel ist offenbar zum Scheitern verurteilt. In der Mensa der Grundschule Kürenz ist jetzt ebenfalls eine Schimmelstelle entdeckt worden.
Der neue Schimmelfund kam heraus, nachdem die Stadt den Egbert-Eltern schriftlich mitgeteilt hatte, in der Mensa in Kürenz stünden noch Arbeiten an. Die Kinder wolle man solange mit Lunchpaketen vom Caterer versorgen.
Einem Egbert-Vater kam die Sache seltsam vor. Und tatsächlich bekam er heraus, dass in der Kürenzer Mensa eine Schimmelstelle entdeckt worden ist. Der TV bat die Stadtverwaltung um eine Bestätigung. Hans-Günther Lanfer vom Presseamt antwortete: "Laut Mitteilung des Büros, das die Schule untersucht hat, sind die Sporen nicht direkt gefährlich. Sie könnten allenfalls Allergikern Schwierigkeiten bereiten." Da es dieselbe Sporenart ist, die auch in der Egbert-Schule festgestellt wurde, geht die Verwaltung von einer sogenannten Verschleppung aus: Sporen zogen an Möbeln oder anderen Gegenständen von Egbert nach Kürenz mit um. Eine neue Raumluftmessung soll weitere Klarheit schaffen. "Bis dahin bleibt die Mensa geschlossen", sagt Lanfer. "Stattdessen wird die Schule das Foyer nutzen."
Schon vor den Herbstferien mussten zwei Klassen der Egbert-Grundschule in das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium ausgelagert worden. In den Decken ihrer Container-Klassen hatten Handwerker Schimmel entdeckt. Ursache waren wenige Monate zuvor verlegte Elektrokabel, bei deren Montage die Dampfsperre, die die Luftfeuchte in der Deckenkonstruktion reguliert, beschädigt wurde. So drang Feuchtigkeit ein. Kurz vor dem Ende der Herbstferien überraschte die Verwaltung dann Eltern und Schüler mit einem schulfreien Montag und einem Eil-Umzug aller Klassen ins Gebäude nach Kürenz. Eine Raumluftmessung ergab Schimmelsporen in einem Klassenraum, einem Lehrmittelraum, dem Vorraum eines Klassenzimmers, im Lehrerzimmer, im Archiv, in der Mensa, auf dem Flur im Untergeschoss und im Hausmeisterzimmer.Meinung
Blanke Nerven
Schon wieder Schimmel: Die Nerven der betroffenen Kinder und ihrer Eltern sind extrem strapaziert. Gerade erst hatten sie sich damit abfinden müssen, noch für einen längeren Zeitraum in Kürenz zu bleiben. Denn die Stadt muss zuerst alle Schimmelquellen in der Egbert-Schule ausfindig machen und dann einen Sanierungsplan vorlegen. Ein weiterer Ruck-Zuck-Auszug aus Kürenz wäre katastrophal. Es bleibt den Betroffenen nichts anderes übrig, als die Ergebnisse der Raumluftmessung in Kürenz abzuwarten. Noch ist der Super-Gau, ein weiterer Umzug, nicht eingetreten. j.pistorius@volksfreund.de