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Schluss mit dem Corona-Wirrwarr!

Kommentar : Schluss mit dem Corona-Wirrwarr!

Zu einem schlechteren Zeitpunkt würde es Trier und den Kreis kaum treffen. Ausgerechnet in der Woche, in der auf Bundesebene über eine veränderte Gesetzgebung diskutiert wird, erreicht die Zahl der Neuinfektionen neue Rekordwerte, die eine Notbremse notwendig machen könnten.

So wird die Kreisverwaltung möglicherweise eine Verordnung beschließen müssen, die sich an Regelungen orientiert, die wenige Tage später schon wieder Geschichte sein werden.

Ausgangssperre ab 21 Uhr. Da wird das Bundesgesetz vermutlich eine Erleichterung bringen, weil dort 22 Uhr vorgesehen ist. Möglicherweise kommt diese starke Einschränkung des privaten Lebens aber vorerst gar nicht. Denn das Oberverwaltungsgericht entscheidet vielleicht heute noch zu einer Klage gegen die Ausgangssperre in Mainz. Das Ergebnis wäre auch für die Region Trier relevant.

So ändert sich wieder einmal nichts an der Tatsache, dass in dieser Pandemie der berechtigte Eindruck von Chaos entsteht. Die bundeseinheitlichen Vorgaben, die hoffentlich ab der kommenden Woche gelten, sind zwar nicht das Gelbe vom Ei und erneut ein Kompromiss zwischen Bund und Ländern. Die Gesetzesreform wird aber zumindest dazu führen, den Wirrwarr um die jeweils geltenden Regelungen zu beenden. Das ist dringend auch für andere Bereiche der Pandemie-Bekämpfung notwendig – aber bitte nur mit weniger Bürokratie!

r.neubert@volksfreund.de