Schluss mit der Flickschusterei auf der Trierer Sickingenstraße

Schluss mit der Flickschusterei auf der Trierer Sickingenstraße

Am Montag beginnt endlich die Sanierung des maroden unteren Abschnitts der Sickingenstraße. Die Stadtwerke beteiligen sich mit Leitungarbeiten an dem Projekt. Phasenweise müssen täglich 3500 Autos Umleitungen fahren.

Foto: Roland Morgen
Foto: TMVG Grafik

Selbst altgediente Mitarbeiter des Stadt-Tiefbauamts können sich nicht daran erinnern, wann der untere Abschnitt der Sickingenstraße mal umfassend auf Vordermann gebracht worden ist. "Das muss lange vor meiner Zeit gewesen sein", lacht Vize-Amtsleiter Bernd Ksyk (49). In den vergangenen Jahren habe es stets nur "punktuelle Ausbesserungen" gegeben. Das ist eine vornehme Umschreibung von Flickschusterei. Doch damit ist jetzt Schluss. Am Montag (17. Juli) beginnt die Sanierung des 150 Meter langen Straßenabschnitts, auf dem laut einer aktuellen Zählung täglich rund 3500 Fahrzeuge unterwegs sind, plus der Anschlussbereiche in der Berg- und der Olewiger Straße.

Stadt und Stadtwerke (SWT) machen gemeinsame Sache, weil die Sickingen- und die Bergstraße auch bei dem Versorgungsunternehmen auf der Prioritätenliste stehen. Deshalb beinhaltet das Gemeinschaftsprojekt auch die Erneuerung der Gas-, Wasser und Elektroleitungen, die unter der Straße verlaufen. Außerdem werden fünf neue Straßenleuchten aufgestellt. Das Tiefbauamt saniert die marode Fahrbahn und baut den Fußweg auf der zum Amphitheater gelegenen Seite in Pflasterbauweise aus und verbreitert ihn um 30 cm auf 1,50 Meter.

Die Stadtwerke investieren 300 000 Euro, die Stadt 335 000. Ausgeführt werden die Arbeiten von den Trierer Firmen Köhler und Schnorpfeil, die als Bietergemeinschaft den Gesamtauftrag erhalten haben. Fest terminiert ist bisher nur der erste der drei geplanten Bauabschnitte. Er soll bis zum Ende der Sommerferien Mitte August abgeschlossen sein. Die Abschnitte zwei und drei sind terminlich noch nicht festgelegt. "Wir sind aber bestrebt, sie nahtlos aneinander anzuknüpfen und alles in allem bis Ende des Jahres fertig zu sein", sagt Projektleiter Marco Barth (38) vom Tiefbauamt.

Folgender Ablauf ist vorgesehen:
Im ersten Bauabschnitt (17. Juli bis Mitte August) werden neue Stromleitungen im Bereich der Einmündung Berg-/Sickingenstraße verlegt. Eine Straßensperrung ist noch nicht nötig; der Verkehr kann die Baustelle aber nur einspurig passieren und wird per mobiler Ampel geregelt. Im Bauabschnitt zwei (ab Mitte August) wird der Einmündungsbereich Berg-/Sickingenstraße gesperrt. Dort stehen weitere Leitungs- sowie Fräs- und Asphaltarbeiten auf dem Programm. Der Verkehr vom und zum Petrisberg wird umgeleitet.
Im Bauabschnitt drei (noch nicht terminiert) wird der komplette untere Abschnitt der Sickingenstraße zwischen Berg- und Olewiger Straße gesperrt. Der Verkehr von der Bergstraße zum Petrisberg und umgekehrt kann normal fließen.
Nach Abschluss der Arbeiten in der Sickingenstraße wird der Gehweg entlang des Amphitheater-Parkplatzes in der Olewiger Straße erneuert und die Straßenquerung barrierefrei ausgebaut. Der Verkehrrfluss in der Olewiger Straße wird laut Tiefbauamt nur geringfügig beeinträchtigt.