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Schmuddelwetter trübt die Laune: "Zu warm, zu nass" - Weihnachtsmarkt-Händler in Trier ziehen durchwachsene Bilanz

Schmuddelwetter trübt die Laune: "Zu warm, zu nass" - Weihnachtsmarkt-Händler in Trier ziehen durchwachsene Bilanz

Acht Grad plus und Regenschauer: Unter Weihnachtsmarkt-Wetter stellt man sich etwas anderes vor als das meteorologische Standardprogramm der letzten Wochen. In der Nacht zum Dienstag wurden die 95 Holzbuden auf Hauptmarkt und Domfreihof wieder abgebaut. Die Händler ziehen eine durchwachsene Bilanz.

Trier. Der regionale Einzelhandel ist mit dem Geschäftsergebnis der vergangenen vier Wochen überwiegend zufrieden (TV-Dienstagausgabe). Die Händler, die bei dem 35. Trierer Weihnachtsmarkt mit von der Partie waren, sind es überwiegend nicht. Veranstalterin Angela Bruch (45) nennt die "ziemlich unpassenden Witterungsbedingungen" als Grund für die insgesamt durchwachsene Bilanz. "Es war zu warm und zu nass"; deshalb seien Besuch und Umsatz schwächer gewesen als sonst.
"Einkaufen ist Stimmungssache - erst recht im Freien. Da spielt das Wetter eine entscheidende Rolle", pflichtet die freischaffende Künstlerin Yvonne Kreutzer (47) aus Wiltingen bei. Seit 27 Jahren bietet sie ihre hochwertigen Schmuck-Eigenkreationen auf dem Trierer Weihnachtsmarkt an. Diesmal mit "mittelmäßigem Erfolg. Es war eines meiner umsatzschwächsten Jahre auf dem Hauptmarkt, eben weil es so oft gestürmt und geregnet hat".
Ein zusätzliches Absatzproblem hatte Keramikmeisterin Elke Gerber-Eckert. Ihren fünften Weihnachtsmarkt-Auftritt absolvierte die 60-Jährige aus Trier-Pallien an einem anderen Hütten-Standort: "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Meine Kunden haben mich wie gehabt auf dem Domfreihof vermutet, aber diesmal stand ich auf dem Hauptmarkt. Dort musste ich mich erst mal etablieren."
Was schlussendlich auch "einigermaßen gelungen" sei. "Die letzte der vier Wochen war die für mich beste. Da lief das Geschäft gut, blieb aber insgesamt unter dem Ergebnis von 2013."
Yvonne Kreutzer und Elke Gerber-Eckert wollen sich "selbstverständlich" auch für einen Stand auf dem 2015er Weihnachtsmarkt bewerben. Der geht vom 23. November bis 22. Dezember auf Hauptmarkt und Domfreihof über die Bühne.
Welche Zugkraft der alladventliche Markt selbst bei schlechtem Wetter hat, zeigte sich am Dienstag, dem Tag nach dem Abbau der 95 Holzhäuschen: Erstmals seit der Markteröffnung am 22. November war es kein Problem, an einem Werktag einen Platz in den Trierer Parkhäusern und Tiefgaragen zu bekommen.
Auf dem Kornmarkt geht der Budenzauber weiter. Das Winterland mit der Eislaufbahn ist noch bis zum 22. Februar in Betrieb und auch an Heiligabend (10 bis 15.30 Uhr) und an den Weihnachtstagen geöffnet: Am Donnerstag sind die Eislaufzeiten von 13 bis 21.30 Uhr; am Freitag von 10 bis 21.30 Uhr.