Schnelle Diagnose bei Herzinfarkt

Trier · In der Brustschmerz-Einheit im Brüderkrankenhaus werden Patienten auf Herzinfarktrisiko untersucht. Die Einrichtung hat jetzt das Zertifikat der deutschen Gesellschaft für Kardiologie-, Herz- und Kreislaufforschung erhalten.

Trier. Schnelle Diagnose und Hilfe für Menschen mit plötzlich auftretenden Brustschmerzen (Angina pectoris) bietet die Brustschmerz-Einheit (Chest Pain Unit) im Zentrum für Notaufnahme am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier. Patienten werden dort rund um die Uhr betreut, um einem möglichen Herzinfarkt vorzubeugen. Die Einrichtung hat jetzt das Zertifikat der deutschen Gesellschaft für Kardiologie-, Herz- und Kreislaufforschung erhalten. In der Chest Pain Unit werden Patienten nach klar vorgegebenen Regeln und gemäß deutschen und internationalen Empfehlungen behandelt. Untersucht werden sie von erfahrenen und speziell geschulten Pflegekräften und Ärzten in enger Zusammenarbeit und Absprache mit der kardiologischen Abteilung im Brüderkrankenhaus. Im Zentrum für Notaufnahme befinden sich fünf spezielle Behandlungsplätze mit zentraler Überwachungsanlage. Zusätzlich stehen rund um die Uhr ein modernes Herzkatheterlabor und ein Hochleistungs-Computertomograph (CT) bereit.
Und so funktioniert die Behandlung: Nach Eintreffen des Patienten wird dieser sofort in einen Untersuchungsraum gebracht. Dort werden ein EKG erstellt sowie Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffversorgung per Monitor überwacht. Das Blut wird auf Zeichen für eine Herzmuskelschädigung untersucht. Basierend auf der Untersuchung erfolgt die erste Risikoeinstufung des Patienten. Meist folgt eine mehrstündige Überwachung.
Patienten mit einem akuten Herzinfarkt werden sofort ins Katheterlabor transportiert, um innerhalb von 30 Minuten nach Eintreffen im Krankenhaus mit der Herzkatheteruntersuchung zu beginnen. Andere Hoch-Risiko-Patienten werden zur weiteren Behandlung auf die Intensivstation verlegt. red