Schnelle Rettung

TRIER. (fcg) Ungewöhnlicher Einsatz: Weil kein Rettungswagen verfügbar war, ist am Montag aufgrund eines Notfalls ein Hubschrauber auf der eigens abgesperrten Römerbrücke gelandet (der TV berichtete). "Das ist ein Ausnahmefall. Prinzipiell ist Trier gut versorgt", sagt Herbert Albers-Hain, Chef der Berufsfeuerwehr.

Wie kann es sein, dass ein in Wittlich stationierter Rettungshubschrauber angefordert werden muss, um ein Notfall-Opfer in Trier zu versorgen? "Es gibt in Trier zwei Notarztwagen, einen am Brüderkrankenhaus und einen in Ehrang. Beide waren jedoch bereits im Einsatz, deshalb blieb aufgrund des akuten Notfalls nur der Hubschrauber", erläutert Albers-Hain. Bei einer Anflugzeit von nur fünf bis zehn Minuten sei dies die schnellste Möglichkeit gewesen, den Patienten zu versorgen. Die Einsatzzeit sei von der Feuerwehr-Leitstelle genau berechnet und koordiniert worden. Normalerweise ist der Rettungshubschrauber nach Auskunft des Feuerwehr-Chefs "eher im ländlichen Bereich unterwegs, weil er dort meist schneller vor Ort ist als der Notarztwagen". In Trier komme es nur sehr selten vor, dass er angefordert werden müsse, doch mitunter sei das unumgänglich. "Prinzipiell sind wir mit zwei Notarzt-Einsatzfahrzeugen gut bestückt." Eine hundertprozentige Absicherung könne es nicht geben, "auch nicht mit fünf oder mehr Notarztwagen". Die Kosten für den Hubschrauber-Einsatz, die natürlich höher sind als bei einer Versorgung mit anschließendem Krankentransport per PKW, übernimmt laut Albers-Hain die Krankenkasse des Patienten. Der Feuerwehr-Chef verweist diesbezüglich auf einen großen Vorteil in Rheinland-Pfalz gegenüber anderen Bundesländern: "Landesweit gelten die gleichen Tarife, egal ob der Einsatz auf dem flachen Land oder in Städten erfolgt. Das sieht eine entsprechende Gebührenvereinbarung mit den Kassen vor."

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