Schöne Frauen und kesse Kinder

Schöne Frauen und kesse Kinder

Zwei Mal ausverkauftes Haus: Darüber konnten sich die Bachelorabsolventinnen der Fachhochschule (FH) Trier bei ihrer ersten, in Eigenregie veranstalteten Modenschau freuen. Die kühlen Temperaturen in Halle 8 des ehemaligen Bobinetwerks brachten die 800 Besucher zwar teilweise zum frösteln. Die virtuosen Kollektionen, die auf dem Laufsteg gezeigt wurden, machten dieses Manko aber locker wett.

Trier. Ein Katalog mit den Kollektionen und ein in Folie eingepackter Schokotrüffel: Diese Aufmerksamkeiten erwarteten an zwei Abenden alle Besucher, die bei der Modenschau der Bachelor-Absolventinnen Platz nahmen. Mit jeweils 400 Gästen war Halle 8 des früheren Bobinetwerks an beiden Tagen restlos belegt. Lichter erhellten den Laufsteg, auf den sich alle Blicke der Zuschauer richteten. Mit etwas Verspätung ertönte ein Gong - und dann begann die Show.
Neue Kleider in kühler Halle


Zwar kam das Publikum angesichts der kühlen Temperatur in der Halle etwas ins Frösteln. Aber die elf Kollektionen, die die Models - darunter auch einige Kinder - trugen, begeisterten das Publikum: "Es war überwältigend. Die Show hat mich definitiv berührt und darin bestärkt, über ein Studium in diesen Bereich nachzudenken", so die Reaktion von Sandra Novak. Dass die Erwartungen an Modenschauen in Trier sehr hoch sind, weiß Bettina Maiburg. Die Professorin für Bekleidungsgestaltung an der FH Trier begleitete bereits zahlreiche Diplomveranstaltungen. Diesmal war sie selbst nicht hinter den Kulissen tätig, sondern schaute sich das Geschehen auf dem Laufsteg nur an. Maiburg lobte die Veranstaltung für ihr hohes Niveau bei den Präsentationen: "Man muss betonen, dass die Studentinnen diesmal eine wirklich kurze Vorbereitungszeit hatten. Anfangs hatten wir Sorge, dass es sie überfordern könnte. Nun müssen wir einen Weg finden es künftig wieder gemeinsam zu planen", sagt Maiburg.
Nach dem Wechsel auf die Bachelor-und-Masterabschlüsse gab es an der FH noch keine neue Regelung bezüglich der Modenschauen. Normalerweise kommen Veranstaltungen in dieser Größe erst nach dem Masterstudiengang zustande. Die Bachelor-Absolventinnen stellten trotzdem eine Modenschau auf die Beine "Auch wenn es theoretisch als Vordiplom gilt, verlangt der Bachelor ein vollwertige Abschlussarbeit und die wollten wir präsentieren", sagt Diana Heimbruch, die zu den Hauptorganisatoren zählt.
Zusammen mit Katharina Ohmert, Sana Madjzoub, Rafaela Kacunic, Josephine Gwinner, Anastasia Liebe, Desiré Slabik, Sarah Schmitz, Catherine Melchori, Maren Vettelein und Tatiana Kanz plante sie die Modenschau in eigener Regie.
Im Juni habe man damit begonnen, sagt Heimbruch im TV-Gespräch und fügt hinzu: "Anfangs wussten wir nicht, was auf uns zukommt und wie viele Dinge bei so einer Veranstaltung geregelt werden müssen, zum Beispiel das Sponsoring, die Models und eine gute Location aussuchen oder die Pressearbeit. Es war sehr wichtig, dass alle an einem Strang gezogen haben. Wir können jetzt schon stolz darauf sein, ein so großes und vor allem eigenes Projekt auf die Beine gestellt zu haben!"
Ohmert freute sich derweil über den Erfolg bei der Modenschau. Sie hat den Blick aber schon in die Zukunft gerichtet: "Viele von uns sind ja schon im Masterstudium. Einige haben bereits Arbeit gefunden, und ich werde zunächst ein Praktikum machen und im Oktober 2013 wieder nach Trier kommen, um mein Master zu machen. Wer weiß, vielleicht gibt es dann ja auch eine Fortsetzung!"