Schöne Idee

Zum Bericht "Hilfe, unser Dialekt stirbt aus!" (TV vom 30. März):

Eine sehr schöne Idee der Grundschule Kasel! Schade allerdings, dass dies überhaupt nötig ist. Warum geben nicht die Eltern, die doch überwiegend oder zumindest teilweise noch Platt sprechen, dies an ihre Kinder weiter?

Lange Zeit ging man davon aus, dass das Sprechen eines Dialektes Schwierigkeiten bei der korrekten Rechtschreibung und dem Ausdruck zur Folge hat. Dies ist nicht der Fall, was ich auch aus eigener Erfahrung sagen darf. Unsere Kinder sprechen alle Dialekt und haben nicht mehr oder weniger Probleme mit der deutschen Sprache als Gleichaltrige.

Außerdem ist das Sprechen des moselfränkischen Dialektes ein enormer Vorteil beim Umgang mit der luxemburgischen Sprache. Viele Grenzgänger, die in luxemburgischen Unternehmen arbeiten, werden bestätigen, dass der Luxemburger es zu schätzen weiß, wenn man seine Sprache spricht oder es zumindest versucht.

Vielleicht ist es aber auch dem einen oder anderen peinlich, als "Platt sprechendes Landei" enttarnt zu werden. Auf die Frage des Kinderarztes, was unser jüngster Sohn (fünf Jahre) zum Frühstück denn am liebsten möge, meinte er: "eine Schmea." Ich fand das knuffig und gar nicht schlimm, dies "übersetzen" zu müssen.

Petra Carvalho-Gomes, Ralingen-Wintersdorf

sprache

Schöne Idee

Eine sehr schöne Idee der Grundschule Kasel! Schade allerdings, dass dies überhaupt nötig ist. Warum geben nicht die Eltern, die doch überwiegend oder zumindest teilweise noch Platt sprechen, dies an ihre Kinder weiter? Lange Zeit ging man davon aus, dass das Sprechen eines Dialektes Schwierigkeiten bei der korrekten Rechtschreibung und dem Ausdruck zur Folge hat. Dies ist nicht der Fall, was ich auch aus eigener Erfahrung sagen darf. Unsere Kinder sprechen alle Dialekt und haben nicht mehr oder weniger Probleme mit der deutschen Sprache als Gleichaltrige. Außerdem ist das Sprechen des moselfränkischen Dialektes ein enormer Vorteil beim Umgang mit der luxemburgischen Sprache. Viele Grenzgänger, die in luxemburgischen Unternehmen arbeiten, werden bestätigen, dass der Luxemburger es zu schätzen weiß, wenn man seine Sprache spricht oder es zumindest versucht. Vielleicht ist es aber auch dem einen oder anderen peinlich, als "Platt sprechendes Landei" enttarnt zu werden. Auf die Frage des Kinderarztes, was unser jüngster Sohn (fünf Jahre) zum Frühstück denn am liebsten möge, meinte er: "eine Schmea." Ich fand das knuffig und gar nicht schlimm, dies "übersetzen" zu müssen. Petra Carvalho-Gomes, Ralingen-Wintersdorf