Schönere Ortsmitte

GUTWEILER. (dis) Die Neugestaltung der Dorfmitte in Gutweiler macht Fortschritte. Das um mehrere Meter verlegte und dem Dorfbild angepasste Buswartehäuschen steht kurz vor der Fertigstellung.

Endlich, mag die Dorfbevölkerung nun sagen. Denn die Planung der Neugestaltung der Gutweilerer Dorfmitte begann bereits vor einigen Jahren, und im September 2000 beschloss der Gemeinderat einstimmig den Planungsauftrag an den Gusterather Architekten Paul Schuh zu vergeben. Dabei hatte der Rat um Ortsbürgermeister Günter Jakobs bei dem Vorhaben konkrete Pläne: Die bis kürzlich im Ortszentrum stehenden unschönen Buswartehallen sollten dorfgerecht umgestaltet werden. Ziel war es dabei, das auf der Kirchenseite stehende Buswartehäuschen abzureißen und es weiter rechts neu in einer Stahlkonstruktion in Verbindung mit einer Schiefermauer zu errichten. Blick zur Kirche wieder frei

Hierdurch sollte der Blick vom Straßenraum zur Kirche und dem ehemaligen Pfarrhaus, das 1798 erstmals erwähnt wurde, wieder freigegeben werden. Ebenfalls kommen durch die Verlegung die Freifläche vor der Kirche und dem Pfarrhaus sowie das auf der gegenüber liegenden Seite stehende Jugendheim besser zur Geltung. Frühzeitig nahm die Gemeinde mit der Kreisverwaltung Trier-Saarburg Kontakt wegen einer Förderung aus Dorferneuerungsmitteln auf, der später auch vom Ministerium des Innern und für Sport zugestimmt wurde. Ortsbürgermeister Günter Jakobs: "Das Ministerium hatte ein standardisiertes gläsernes Häuschen vorgeschlagen. So etwas passt in städtisch geprägte Strukturen, wäre aber in unserem Dorfbild ein Fremdkörper gewesen." So machte sich Gemeindearbeiter Josef Bettendorf mit seinem Helfer Gerd Hilsemer mit hohem handwerklichen Können und ihren technischen Fertigkeiten vor einigen Wochen ans Werk. Entstanden ist ein äußerst ansehnliches Wartehäuschen. Stahl, Holz und der vom Steinbruch Ulrich Weber in Korlingen kostenlos zur Verfügung gestellte Schiefer bilden eine bemerkenswerte Einheit. Sie prägen die Ortsmitte und geben wie gewünscht den Blick auf das alte Pfarrhaus und die Kirche frei. Für die Fläche am Nussbaum vor dem Pfarrhaus ist eine Rundbank für 2000 Euro bestellt. Sie konnte durch Spenden finanziert werden und wird vom Gemeindearbeiter aufgebaut. Arbeitslos wird er also nicht, und so lobt Ortsbürgermeister Jakobs: "An der Mitgestaltung der neuen Dorfmitte hat Josef Bettendorf großen Anteil."

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