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Schon 14-mal hat es in diesem Jahr auf der L149 kurz vor Kasel gekracht - Neues Tempolimit und neuer Straßenbelag

Schon 14-mal hat es in diesem Jahr auf der L149 kurz vor Kasel gekracht - Neues Tempolimit und neuer Straßenbelag

Innerhalb von elf Monaten hat es auf der L.149 kurz vor dem Ortseingang von Kasel 14 Unfälle gegeben. Ein Tempolimit und ein neuer Straßenbelag sollen helfen, die Strecke sicherer zu machen. Ob das funktioniert, ist offen.

Die Bremsspuren auf der L 149 am Ortseingang Kasel von Ruwer her kommend sprechen eine deutliche Sprache. Dort kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen, die manchmal auch Unfälle zur Folge haben. Andrea Raach-Pütsch ist Verkehrssicherheitsberaterin der Polizeiinspektion Schweich. Sie sagt: "Im Jahr 2014 hat es bisher im genannten Abschnitt 14 Verkehrsunfälle gegeben." Sieben Unfälle waren Wildunfälle, vier Mal wurden Menschen verletzt. Bei sechs Zwischenfällen war die Fahrbahn nass. "Als Unfallursache wurde stets nicht angepasste Geschwindigkeit angegeben", sagt Andrea Raach-Pütsch.

Folgenschwere Kollision

Wie es konkret zu den Unfällen kommt, beschreibt ein TV-Bericht vom 20. August. Am Tag zuvor war gegen 14.50 Uhr ein aus Richtung Mertesdorf kommender Autofahrer nach links von der Fahrbahn abgekommen und mit einem entgegenkommenden PKW zusammengeprallt. Der 32-jährige Unfallverursacher und die beiden 25 und 30 Jahre alten Insassen des anderen Fahrzeugs hatten dabei schwere Verletzungen erlitten. Beide Autos hatten Totalschaden.

Die Polizei hat bereits vor einiger Zeit auf die hohe Zahl der Unfälle reagiert und ist aktiv geworden. Bei einer Ortsbesichtigung am Tag nach dem Unfall im August mit der zuständigen Straßenmeisterei Hermeskeil habe sie beschlossen, ein Tempolimit für diesen Abschnitt der Landesstraße zu erlassen.

Nur noch höchstens 70 Kilometer pro Stunde darf dort gefahren werden. Zudem weist ein neues Schild auf die Kurve am Ortseingang Kasel hin. Dort verengt sich die Straße, weil rechts und links Häuser nahe an der Fahrbahn stehen.

Ende August hat es zudem eine Griffigkeitsmessung der Fahrbahn gegeben. Dabei wird untersucht, ob die Fahrbahn nicht zu rutschig ist. Bei dieser Messung ist nach Auskunft der Beamtin festgestellt worden, dass die Fahrbahn zu rutschig ist. Anfang November wurde daraufhin ein Dünnschichtbelag auf die Fahrbahn aufgezogen, damit sich die Griffigkeit verbessert. Vor wenigen Tagen hat es trotzdem erneut einen Unfall gegeben.

Ob auf lange Sicht die Veränderungen an der zentralen Verkehrsachse durch das Ruwertal ausreichen, kann Sachbearbeiterin Andrea Raach-Pütsch nicht sagen. Die Polizei werde das Unfallgeschehen in den kommenden Monaten beobachten, sagt sie.

Sollten es weiter dabei bleiben, dass es durchschnittlich mehr als ein Mal im Monat auf dem Straßenstück bei Kasel Unfälle gibt, dürfte guter Rat teuer sein. Die Fahrbahn führt durch ein Waldstück am Steilhang oberhalb der Ruwer. Eine andere Linienführung dürfte da nur unter großem finanziellen Aufwand umsetzbar sein.