Schon vor dem Erscheinen ausgezeichnet: Aacherin schreibt Kinderbuch

Literatur : Schon vor dem Erscheinen ausgezeichnet: Aacherin schreibt Kinderbuch

In ihrem Debüt „Geh mit mir nach Afrika“ erzählt die Aacherin Gabriele Hank die Geschichte des kleinen Flüchtlingsjungen Jepele. Sie hat ihr Werk, das jetzt auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt wird, selbst illustriert.

Von allein wäre Gabriele Hank nicht auf die Idee gekommen, ein Kinderbuch zu schreiben. Es war die Flüchtlingskrise, die ihr den entscheidenden Impuls gab. „Wer fragt die Kinder eigentlich, ob sie hierher wollen?“, fragte sich die Buchautorin, als Bilder von tot gestrandeten Flüchtlingen um die Welt gingen. Sie erzählt in ihrem Debüt vom kleinen Flüchtling Jepele und dem Löwen Kembale – und wie sie ihren Weg aus Deutschland nach Südafrika bestreiten, weil sie Heimweh haben. Es geht um Courage, den Mut, Hindernisse zu überwinden, und darum, seine Entscheidungen zu verteidigen. Gerade wird Gabriele Hanks Buch auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt.

Das Buch „Geh mit mir nach Afrika“ ist ein Buch mit einer Botschaft: Liebt und seid solidarisch, strebt nach Freiheit und Gerechtigkeit, verliert nicht die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben – und auch nicht die Hoffnung darauf. Schon bevor es veröffentlicht wurde, ist es mit dem „Prix Saint-Exupéry“ ausgezeichnet worden – einem Preis für besonders wertvolle Kinderbücher, die zum Lesen anregen, wie es auf der Internetseite steht.

Die Geschichte Jepele und der Löwe Kembale lernen sich im Zoo kennen. Sie verbindet ihre gemeinsame Herkunft: Die Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika. Die beiden erzählen sich ihre Geschichten: Jepeles Vater ist gestorben, und weil seine Mutter und seine Schwestern zu wenig Geld und Essen hatten, um alle zu versorgen, ist Jepele mit seinem Bruder vor der Armut geflüchtet. Seinen Bruder hat er auf der Überfahrt mit dem Boot verloren. Kembale war in seiner Heimat, dem südafrikanischen Naturschutzgebiet Richards Bay, ein König. Bis er von Wilderern nach Deutschland verschleppt wurde. Sie beschließen, gemeinsam zurückzukehren nach KwaZulu-Natal. Mit Hilfe von Freunden erleben sie viele Abenteuer.

Die Autorin Hank ist nicht nur Autorin, sondern auch Malerin. Als ihre eigene Illustratorin hat sie der Geschichte Leben eingehaucht. Sie hat „die Geschichte geschrieben, weil Märchen und Geschichten eine besondere Wirkung auf Menschen ausüben. Vor allem in einer Zeit wie dieser, mit Kriegen und politischen Unruhen.“ Afrika fasziniert sie, sie war selbst schon in KwaZulu-Natal. Die Aacherin schreibt nicht nur Geschichten und malt Bilder. Mit dem Verkauf selbst gehäkelter Esel unterstützt sie die Hilfsorganisation Archemed. So konnte sie beim Kauf von drei Eseln helfen, die allein­erziehenden Müttern das Leben in Afrika einfacher machen.

Mehr von Volksfreund