Handwerk: Schornsteinfeger sammeln 7777 Euro für krebskranke Kinder

Handwerk : Schornsteinfeger sammeln 7777 Euro für krebskranke Kinder

Die Innung der Schornsteinfeger in Trier appelliert an ihre Mitglieder, weiter auszubilden. Sie sieht einen Trend gegen Feuerstätten und Schornsteine.

Die Glückstour des Schornsteinfegerhandwerks wurde bereits 14-mal zugunsten krebskranker Kindern veranstaltet. Im Juni sind 30 Radfahrer vom rheinland-pfälzischen Polch nach Rostock gefahren, um Spendengelder zu sammeln. Bei der Jahreshauptversammlung der Schornsteinfegerinnung Trier wurden weitere 470 Euro gespendet. Die Schornsteinfegerinnung konnte schließlich 7777,77 Euro übergeben. Mit den Spendengeldern werden Initiativen, Elternvereine und Kliniken unterstützt.

In den kommenden sieben Jahren geht ein Drittel der Schornsteinfeger-Betriebsinhaber in Rheinland-Pfalz in den Ruhestand. Landesinnungsmeister Michael Bauer hat auf der Jahreshauptversammlung an die Mitglieder appelliert, weiter auszubilden. „Schon jetzt stehen nicht mehr genügend Bewerber für die Kehrbezirke zur Verfügung“, so Bauer. Innungsobermeister Klaus Kwiatkowski und Bärbel Schädlich, Hauptgeschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg, dankten daher Lehrlingswart Kai Stürmer und weiteren Kollegen für ihre gute Arbeit.

Kwiatkowski berichtete von einem ereignisreichen Jahr. Ständig müsse „das Handwerk gerettet werden“ und Neues ersonnen werden. Kwiatkowski berichtete auch von einem Trend gegen Feuerstätten und Schornsteine. Stürmer sprach über Werbetage, Ausbildungsbörsen und Schulkooperationen. Die Werbetage in den Schulen würden je nach Veranstaltung 20 bis 30 Gespräche mit Jugendlichen bringen. Der Ausbildungsprozentsatz in Trier sei sehr gut bei den Schornsteinfegern, laut Stürmer der höchste in Deutschland. Ein Drittel der Betriebe der Innung bilden aus. Aktuell gibt es 28 Auszubildende. Mancherorts würden Lehrlinge allerdings auch als billige Arbeitskräfte benutzt, so Stürmer. Das will er in Zukunft nicht mehr hinnehmen.

Michael Nau, Beauftragter für Qualitäts- und Umweltmanagement ging auf das „Stechuhr-Urteil“ des Europäischen Gerichtshofes ein. Die Innung müsse sich Gedanken machen, wie die Arbeitszeiten der Mitarbeiter dokumentiert würden, so Nau. Dieses werde er sich bei den Audits in den Betrieben ansehen. Dabei wird geprüft, ob Prozesse vor Ort geforderte Standards erfüllen.

Der Technische Berater Georg Lindner teilte mit, dass er Ende Juni sein Amt niederlegen wird. Obermeister Kwiatkowski dankte ihm für seine Arbeit in fast 25 Jahren. Bereits 2008 ging Lindner in Rente, blieb aber der Innung als Berater und Gutachter treu. Bernd Fuchsen und Marco Knöppel erhielten den Silbernen Meisterbrief der Kreishandwerkerschaft Trier-Saarburg. Sie haben vor 25 Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt.

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