Schorsch macht das Rennen

Angetreten sind sie, um den Trierern Spaß zu bereiten. Geschafft haben das die Muselpratschler auch mit der zweiten Auflage des Fassrollens in Zurlauben. 16 Teilnehmer, darunter der Vorjahres-Sieger Marc Mayer, sind am Moselufer angetreten, um den Pokal zu gewinnen. Geschafft hat es Georg Heinen, Vorsitzender der Ehrengarde Trier.

 Hat das Fass im Griff: Georg Heinen macht sich auf den Weg ins Ziel. TV-Foto: Cordula Fischer

Hat das Fass im Griff: Georg Heinen macht sich auf den Weg ins Ziel. TV-Foto: Cordula Fischer

Trier. 115 Kilo Kampfgewicht bringt Georg "Schorsch" Heinen auf die Waage. Um das zwei Zentner schwere ausrangierte Fuder-Fass der Bischöflichen Weingüter in Bewegung zu setzen, muss der Hüne es nur antippen. Die zweimal 50 Meter, die es zu bewältigen gilt, legt er mit Leichtigkeit und in Bestzeit zurück. Kein Problem, dass das Weinbehältnis durch seine Form nach links oder rechts rollt, Schorsch hält die Spur.

"Die Geschmeidigkeit von 115 Kilo"



Nur etwas mehr als die Hälfte an Gewicht kann Marc Mayer aufbieten. Doch der schlanke Vorjahres-Sieger hat eine ausgefeilte Technik und flinke Beine. Da haben sich zwei Kontrahenten gefunden - wie gemacht für den Final-Lauf des zweiten Trierer Fassrollens, zu dem der Verein Muselpratschler geladen hatte.

Und der Kampf um den Pokal ist an dramatischem Moment nicht zu überbieten. Marc Mayer hat die Nase vorn, steuert aber etwa sieben Meter vor dem Ziel in den Hang, verliert die Bodenhaftung und stürzt. "Auf den letzten Metern habe ich meine Chance gesehen. Aber klar, es war Glück, aber auch die Geschmeidigkeit von 115 Kilo", sagt Georg Heinen, der sein Fass als Sieger über die Ziellinie steuert.

"Ich hab zum Schluss keine Kraft mehr gehabt. Aber den Titel habe ich dieses Jahr nur ausgeliehen, nächstes Jahr hole ich ihn mir wieder", sagt Mayer zwischen Niedergeschlagenheit und Kampfgeist. "Und ich werde den Titel genauso verteidigen", nimmt Heinen die Herausforderung an.

Klaus Schenten: Die dritte Runde wird es geben



Und eine dritte Runde - "die wird es mit Sicherheit nächstes Jahr geben", sagt Muselpratschler-Vorsitzender Klaus Schenten. "Denn die Resonanz ist gut, viele Leute sind heute gekommen. Wir sind mit unseren Veranstaltungen fast schon eine Institution geworden." Daran wollen die Muselpratschler weiter arbeiten. "Und wir sind auf einem guten Weg. Ich bin stolz auf meine Truppe, wir verstehen uns gut, und jeder kann sich auf den anderen verlassen", sagt Schenten.

Die nächste Muselpratschler-Veranstaltung ist die zweite Bayerische Olympiade am 3. Oktober, 20 Uhr, im Martinerhof.

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