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Schrauben, tüfteln, siegen und Meister werden

Schrauben, tüfteln, siegen und Meister werden

22 und voller Ideen: Kai Heimfarth aus Mehring kennt sich aus, wenn es um Land- und Baumaschinen geht. Er hat nicht nur ein Ausrüstungsteil für den Schlepper seines Vaters gebaut, er hat auch beim Wettbewerb der Land- und Baumaschinentechnik gut abgeschnitten. Nun will er die Meisterschule besuchen.

Mehring/Piesport. Die Arbeit im Weinberg und das Schrauben an den Maschinen und Traktoren im elterlichen Winzerbetrieb Römerkopf hat Kai Heimfarth schon immer viel Spaß gemacht. Es gab für ihn deshalb nur den einen Berufswunsch: Landmaschinenmechaniker. Auch wenn seine Mutter sich etwas anderes für den Sohn gewünscht hätte. Sein Vater freute sich über diese Berufsentscheidung und unterstützte ihn. Eine einzige Bewerbung, ein Vorstellungsgespräch, ein Praktikum, und der Realschüler hatte den Ausbildungsvertrag in der Tasche.
Peter Hoffmann ist einer der Geschäftsführer von C. Hoffmann Landmaschinen in Piesport, Kais Ausbildungsbetrieb. Hoffmann erinnert sich: "Kai brannte richtig darauf, diesen Beruf zu erlernen. Gerade einmal drei Monate hatte er gelernt, da wollte er für den Schlepper seines Vaters eine Fronthydraulik bauen." Die Firma unterstützte diese Eigeninitiative und gab ihm die Möglichkeit, über einen Katalog die Einzelteile zu bestellen.
Allerdings hatte sich Azubi Kai das so nicht vorgestellt: Er wollte die Teile selbst anfertigen. Die Skepsis seines Chefs, dass er für solch eine Aufgabe noch zu wenig Berufserfahrung habe, räumte er kurze Zeit später mit der Präsentation der Fronthydraulik aus. "Die Fronthydraulik ist heute noch am Schlepper und funktioniert einwandfrei", sagt der junge Landmaschinenmechaniker.
Zielstrebig und ehrgeizig


Zielstrebig, ehrgeizig und mit viel Engagement verfolgte Kai Heimfarth seine beruflichen Ziele. Er schloss die Gesellenprüfung als Bester ab, hat am Berufswettkampf der Land- und Baumaschinentechniker teilgenommen, wurde in Saulheim Landessieger von Rheinland-Pfalz und belegte beim Bundeswettkampf in Lüneburg den zweiten Platz. Die nächste Herausforderung wartet ab Januar 2014 auf ihn, denn dann besucht er in Oberursel die Meisterschule.
Drei anspruchsvolle Prüfungen in einem Jahr - dafür war viel Vorbereitung nötig. "Meine Freundin Anna Burg, die Königin der Römischen Weinstraße ist, hat mich neben ihren Aufgaben immer beim Lernen unterstützt und mir den Rücken gestärkt", sagt Heimfarth. In der verbleibenden Freizeit tanze er noch in der Winzertanzgruppe Mehring.
Der erfolgreiche berufliche Weg erfüllt besonders auch seine Eltern und seinen Arbeitgeber mit großem Stolz, haben diese doch mit ihrer Unterstützung einen großen Anteil an Kais Erfolg. pitz