Schüler benoten ihren Lehrer

Schüler benoten ihren Lehrer

Gebhard Worring ist als Leiter der St.- Helena-Schule Trier verabschiedet worden. Dabei bekam er ein Zeugnis für die Qualität seines Unterrichts.

Trier (red) Stärker als üblich ist der Abschluss des Schuljahres in der St.-Helena-Schule, eine berufsbildende Schule in Trägerschaft des Bistums Trier, von Abschied geprägt gewesen. Es ging nicht nur um die Vergabe der Zeugnisse für die Unterstufen sowie die abgeschlossene Ausbildung für die Abschlussklassen. Zudem wurden Schulleiter Gebhard Worring, Schulsekretärin Katja Assmann und Lehrerin Veronika Verbeek verabschiedet. Worring wechselt zurück in den Dienst des Landes Rheinland-Pfalz.
"In Ihrer Zeit als Leiter haben Sie die Schule geprägt", sagte Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat Trier, über die zweijährige Amtszeit Worrings. Worring, der die Stelle am 1. März 2015 angetreten hatte, habe damit persönliche Gedanken verbunden, erinnerte Müller: "Anfangen ist nicht immer leicht. Anfangen mit der Hoffnung, dass es gelingt. Nie ganz aufhören anzufangen."
Die Funktion des Schulleiters sei nun zwar "keine Langzeitstrecke geworden, sondern eine Etappe". Doch auch Etappen hätten ihre Bedeutung. Vieles vom Vorgenommenen bleibe unfertig, doch "auch das Unvollendete gehört zum menschlichen Leben. Das Stückwerk."
Müller zitierte aus einem Brief von Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg, in dem er Worring für sein Engagement und die geleistete Arbeit Anerkennung und Dank ausspricht.
Franz-Rudolf Hilgert dankte dem scheidenden Schulleiter im Namen des Lehrerkollegiums sowie der Mitarbeitervertretung des Bistums Trier mit einem "Korb voll saarländischer Kost".
Die Schüler verabschiedeten sich von ihrem Schulleiter mit vielen Geschenken und musikalischer Darbietung.
Wie es sich in einer Schule gehört, wurde Worring auch mit einem Zeugnis der Schüler aus dem Deutsch-Unterricht zu seiner neuen Aufgabe entlassen. Sie vergaben nur gute Schulnoten für Unterrichtsqualität über Fachkompetenz, Organisation, Zuverlässigkeit bis hin zur Beliebtheit.
Sichtlich bewegt verabschiedete sich Gebhard Worring von seinen Schülern sowie dem Kollegium: "Ich möchte einfach nur Dankeschön sagen. Machen Sie es alle gut, bleiben Sie, wie Sie sind."