Geschichte: Schüler besuchen Spielfilm über KZ Buchenwald

Geschichte : Schüler besuchen Spielfilm über KZ Buchenwald

Die Schüler der 9. und 10. Klassen des Max-Planck-Gymnasiums besuchen anlässlich des Holocaust-Gedenktages am Sonntag, 27. Januar, den Spielfilm „Nackt unter Wölfen“. Der Termin ist Donnerstag, 24. Januar ab 8.15 Uhr im Broadway-Kino in Trier.

Was empfinden die Jugendlichen angesichts der Tatsache, dass die Hauptfigur eines Spielfilmes über den Holocaust einem Schüler ihrer Schule nachempfunden worden ist? Verändert das ihre Wahrnehmung und ihre Auseinandersetzung mit dem Holocaust? In einer Zeit, in der es kaum noch Holocaust-Überlebende als Zeitzeugen gibt, soll ihnen die Möglichkeit zu Veranschaulichung und emotionalen Auseinandersetzung gegeben werden. In diesem Jahr ist es jedoch etwas Besonderes: Auf dem Programm steht „Nackt unter Wölfen“ (2015), ein ARD-Film nach dem Roman von Bruno Apitz, der im Konzentrationslager Buchenwald spielt. Vorbild für eine der beiden Hauptfiguren ist Andre Höfel, ein ehemaliger Schüler des Max-Planck-Gymnasiums. Hoevel wurde 1910 am damaligen Kaiser-Wilhelms-Gymnasium eingeschult. Später war er war als Mitglied kommunistischer Widerstandsgruppen in den Konzentrationslagern Esterwegen, Sachsenhausen und Buchenwald, in dem die Filmhandlung spielt, inhaftiert. 1942 wurde er vom Oberlandesgericht Kassel zusammen mit anderen Widerstandskämpfern zum Tode verurteilt und am 28. August 1942 im Strafgefängnis Frankfurt-Preungesheim hingerichtet.

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