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Schüler erleben Geschichtsunterricht vor Ort

Schüler erleben Geschichtsunterricht vor Ort

Vier Schüler des Max-Planck-Gymnasiums Trier, Nicolas Göbel, Christoph Reuter, Jennifer Seifert und Jean Stach, besuchten mit Luxemburger Schülern das Konzentrationslager in Auschwitz. Ihre Eindrücke von der Begegnung mit Zeitzeugen und dem Besuch des Lagers haben sie festgehalten:

"Henri Kichka fährt jedes Jahr nach Auschwitz/Oswiecim, um mit Schülern über den Holocaust zu sprechen: "Ich werde mich weiterhin für unsere Jugend erinnern, um die Konsequenzen, die Hass, Rassismus, Xenophobie oder Genozide hervorrufen, zu vermeiden!" Am Luxemburger Progamm Témoins de la 2ième génération haben auch vier Schüler und ein Lehrer des Trierer Max-Planck-Gymnasiums teilgenommen. Eine eindrückliche und tiefe Erfahrung für uns.
Im Stammlager Auschwitz zeigte sich eine merkwürdige Ambivalenz zwischen herrlich spätherbstlichem Sonnentag und den Eindrücken, die sich uns boten: tonnenweise Haare, Schuhe, Kleidung, Koffer und andere Alltagsgegenstände der Opfer erinnern bis heute an die Millionen Ermordeten. "Es ist ein Unterschied, ob ich im Geschichtsbuch über den Holocaust lese oder das hier sehe", resümierte Jean Stach die Erlebnisse des Tages.
Eine Ausstellung zeigt Zeichnungen jüdischer Kinder, die im Holocaust umgekommen sind. Hier setzen sich die Gegensätze des Tages fort: Häuser, Tiere, Blumen und die Sonne zeigen normale Kinderwelten, unbeschwert und fröhlich, und dann doch die Schrecken von Flucht, Deportation und Tod. Es war für uns Deutsche nicht einfach in Auschwitz - trotz des großen zeitlichen Abstands zum Geschehen. Umso erleichternder war es für uns von Paul Sobol, dem zweiten Zeitzeugen, in einer Diskussionsrunde zu hören, dass er keinerlei Schwierigkeiten mit Deutschen heute habe."
Nicolas Göbel, Christoph Reuter, Jennifer Seifert, Jean Stach