Schülerinnen kümmern sich um Flüchtlinge

Schülerinnen kümmern sich um Flüchtlinge

Sie haben einen Raum des Asylbewerberheims in der Luxemburger Straße gestaltet und sich mit Biografien von Flüchtlingen beschäftigt: Nun präsentierten 27 Schülerinnen der Klasse 14 an der Höheren Berufsfachschule für Textil- und Modedesign die Ergebnisse ihrer außergewöhnlichen Projektarbeit - darunter ein Film.

Sie wollten mit ihrer Projektarbeit "etwas Gutes für sozial schwächer Gestellte" tun. Die Wahl der Trierer Klasse 14 an der Höheren Berufsfachschule für Textil- und Modedesign (HBFT) fiel auf das Thema Flüchtlinge. Seit Januar investierten die 27 Schülerinnen und ihre Lehrerin, Referendarin Anna Unterrainer, zusätzlich zu den zwei Unterrichtsstunden Religion pro Woche viel Freizeit. Was bei ihrer Arbeit in verschiedenen Gruppen herausgekommen ist, präsentierten sie nun ihren Mitschülern.
Die Filmgruppe hat Ausschnitte aus den Arbeitsprozessen der einzelnen Gruppen in einem musikunterlegten Film zusammengefasst. Die Raumgruppe gestaltete an vier Tagen gemeinsam mit Kindern der Aufnahmeeinrichtung in der Luxemburger Straße einen Aufenthaltsraum neu.
Die Verständigung mit den Flüchtlingen sei einfacher gewesen, als sie es sich vorgestellt hätten, und die Menschen seien sehr offen und freundlich. Bedrückend dagegen sei die Enge gewesen, zu sehen, mit wie wenig Platz viele Menschen auskommen müssen.
Geplant wurde die Umgestaltung nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg: Die Wünschegruppe hatte zuvor den Bedarf und die Bedürfnisse der Flüchtlinge, die in der Einrichtung leben, ermittelt.Fotos und Lebensgeschichten


Neben dem Film dokumentieren eine Power-Point-Präsentation und mehrere Stellwände das Projekt. Daran waren neben Fotos auch einige Lebensgeschichten von Flüchtlingen zu lesen, die die Biografiegruppe erstellt hatte. Die Nähgruppe steuerte Stoffmustern bei.
Die 17-jährige Michelle zog wie ihre Mitschülerinnen ein positives Fazit der Projektarbeit, auch wenn es manchmal "sehr anstrengend" gewesen sei: "Man erhält eine andere Sichtweise und gönnt es den Menschen, hier so anständig wie wir auch leben zu können."