Nach Schießbuden-Attacke: Schütze soll rasch abgeschoben werden

Nach Schießbuden-Attacke : Schütze soll rasch abgeschoben werden

Ein Ende Oktober auf dem Trierer Viehmarkt festgenommener 23-jähriger Marokkaner soll möglichst schnell in sein Heimatland abgeschoben werden.

Das sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) in einer Sitzung des Innenausschusses. Der junge Mann sitzt seit dem Vorfall in Haft. Laut Lewentz soll der 23-Jährige während der Allerheiligenmesse mit einem Luftgewehr auf die Tochter des Schießbudenbetreibers geschossen haben. Das Opfer kam mit dem Schrecken davon.

Mehrere Zeugen verfolgten den jungen Mann, als er Richtung Palastgarten flüchtete. Dabei soll er mit einem Messer gedroht und Fahrzeuge beschädigt haben. Polizisten entdeckten den Tatverdächtigen schließlich in einem Gebüsch und nahmen ihn fest.

Da die Beamten den Eindruck hatten, dass der 23-Jähriger reichlich Drogen oder Alkohol konsumiert hatte, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Weil er sich heftig wehrte, wurde ihm eine sogenannte Spuckschutzhaube angelegt.

Wie der Innenminister auf Anfrage der AfD sagte, war der Marokkaner zuvor bereits wegen Drogendelikten und Ladendiebstahls aufgefallen. Weil er abgeschoben werden sollte, wurde zum Zeitpunkt des Vorfalls nach ihm gefahndet. Jetzt wird gegen ihn auch noch wegen versuchter gefährlichert Körperverletzung ermittelt. Sollte der junge Mann rasch abgeschoben werden, wird das Verfahren gegen ihn eingestelt.

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