Schule steht schon wieder unter Wasser

Schule steht schon wieder unter Wasser

Fast auf den Jahrestag genau stand am Sonntag erneut das Peter Wust Gymnasium in Wittlich unter Wasser. Der Schaden soll über 100 000 Euro betragen. Wie im vergangenen Jahr war ein laufender Wasserhahn der Grund. Dieses Mal steht fest, dass er bewusst geöffnet wurde.

Wittlich. (sos) Schulleiter Michael Forster hatte kein ruhiges Wochenende. Seine Schule stand unter Wasser. Schon vor einem Jahr hatte ein laufender Wasserhahn im Physikraum die Schule durchnässt. Dieses Mal steht fest, dass der Hahn im zweiten Obergeschoss nach einem Einbruch am Wochenende bewusst aufgedreht wurde. Der oder die Täter sind durch das Dachfenster eingedrungen. Man vermutet, dass es einen Zusammenhang mit einem ähnlichen Wasserschaden vor genau einem Jahr gibt. Damals betrug der Schaden 85 000 Euro. Jetzt soll er nach Schätzungen über 100 000 Euro betragen. Besonders groß sind die Nässeschäden unter anderem im Lehrerzimmer, das gestern provisorisch in einen Klassenraum umziehen musste. Mit der Freiwilligen Feuerwehr, Lehrern, einer Putzfirma und der Baubetreuung der Kreisverwaltung versuchte man bereits am Sonntag, dem Wasser Herr zu werden. Am Montag konnte der Unterricht noch relativ normal stattfinden. Bei den nun folgenden Trocknungsarbeiten muss allerdings das Obergeschoss gesperrt werden. "Letztes Jahr hat das eineinhalb Monate gedauert", sagt Michael Forster: "Wenn jetzt die Räume wegfallen, müssen wir improvisieren." Damals konnte der Verursacher nicht ermittelt werden, auch gab es keine Einbruchsspuren. Außerdem gibt es noch einen dritten Wasserschaden vom 1. Mai 2006. Damals war man von einem Defekt ausgegangen: Schadenshöhe: 15 000 Euro.

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