Schule, Straßen, Soccerhalle

Trier · Das Trierer Jugendparlament hat seine zweite Sitzung im Rathaussaal absolviert. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Alkoholexzesse an Fastnacht und die Schließung der Soccerhalle in Euren.

 Präsentieren stolz ihr neues Logo im Rathaussaal: Die Jugendvertreter Stefan Berg, Ana Luisa Fuchs, René Mannold und Vorsitzender Louis-Philipp Lang (von links). TV-Foto: Marie-Cathérine Fromm

Präsentieren stolz ihr neues Logo im Rathaussaal: Die Jugendvertreter Stefan Berg, Ana Luisa Fuchs, René Mannold und Vorsitzender Louis-Philipp Lang (von links). TV-Foto: Marie-Cathérine Fromm

Trier. "JuPa" prangt in orange-blauen Buchstaben vom Banner. Daneben bunte Figuren, die die Arme in die Höhe recken: Dieses Logo steht ab sofort für Triers erstes Jugendparlament. Spontaneität und Dynamik sowie Ernsthaftigkeit und Besonnenheit soll das von der Gestaltungsklasse der Berufsbildenden Schule entworfene Logo zum Ausdruck bringen. Vorgestellt wurde es am Freitag bei der zweiten öffentlichen Sitzung der Jugendvertreter.
Zwei Stunden und 36 Minuten lang berät das Jugendparlament im Rathaussaal über Themen, die sie und ihre Altersgenossen bewegen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, hat das JuPa im März zunächst an fast allen weiterführenden Schulen in Trier und Umgebung Fragebögen ausgeteilt - und über 1600 Teilnehmer gefunden. Gegliedert ist die Umfrage in die Punkte Schule, Sicherheit im Straßenverkehr, Veranstaltungen sowie Orte für Jugendliche. Die Themen werden demnächst in Arbeitsgruppen ausführlich behandelt (siehe Extra).
Wichtigster Diskussionspunkt auf der Tagesordnung sind die Alkoholexzesse am vergangenen Weiberdonnerstag in der Trierer Innenstadt. Einigen brennt das Thema sichtlich auf den Nägeln. "Viele sehen den Tag nur als Anlass, um zu saufen", beklagt Andreas Wirtz. Andere kritisieren die Sicherheitslage vor Ort: "Ich hatte Angst, dorthin zu gehen", sagt Freya Gehrke. Damit sich dieses Bild nicht wiederholt, schlagen Mitglieder vor, an Fastnacht ein spezielles Programm für Jugendliche anzubieten.
Die Diskussionen im JuPa verlaufen hierbei beeindruckend professionell. Die Mitglieder bringen ihre Redebeiträge und Argumente ruhig und sachlich auf den Punkt, halten die Reihenfolge der Rednerliste ein und gehen bei anderen Wortmeldungen nicht dazwischen.
Diese Disziplin zahlt sich aus. Stadtjugendpflegerin Susanne Schmitz, die die Sitzung begleitet, verspricht, die Ideen der Jugendlichen in eine im Mai tagende Arbeitsgruppe einzubringen. Auf Einladung von Bürgermeisterin Angelika Birk werden Vertreter von Polizei, Jugendamt, Ordnungsamt, Schulen und Veranstalter das Thema Alkohol an Fastnacht diskutieren.
Zum Abschluss der Sitzung berät das JuPa über die vorübergehende Schließung der Soccerhalle und der Spielanlage "Kids In" in Euren und setzt sich grundsätzlich für deren Erhalt ein. Doch abgeschlossen ist das Thema noch nicht, es wird bei der nächsten Sitzung weiter behandelt. Denn nach zweieinhalb Stunden schwindet auch bei den Jungparlamentariern langsam die Konzentration.

Extra

Das Jugendparlament ist bei folgenden Veranstaltungen aktiv: 14. Mai: Diskussion der CDU-Stadtratsfraktion zu Alkoholkonsum an Fastnacht. 24. Mai: Erstes Treffen der neuen Arbeitsgruppen. Alle interessierten Jugendlichen sind zur Teilnahme eingeladen. 3. Juni: 25. Trierer Kindertag der Mobilen Spielaktion 20. Juni: Rio-Umzug der Lokalen Agenda 21. 31. August: Nächste Sitzung des Jugendparlaments. Infos unter www.trierer-jugendparlament.de maf