Schweich: Campingplatz im Angebot

Der Campingplatz wird Ende März 2009 an einen Privatinhaber übergehen. Lediglich der historische Fährturm wird städtisches Eigentum bleiben.

 Er bleibt auf jeden Fall städtisch: Der historische Schweicher Fährturm. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Er bleibt auf jeden Fall städtisch: Der historische Schweicher Fährturm. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Schweich. (fk) Die Grundsatzentscheidung zum Verkauf der Immobilien fiel mehrheitlich in der jüngsten Stadtratssitzung. 17 Ratsmitglieder stimmten mit Ja - zwei Vertreter der FWG und ein SPD-Rastmitglied votierten dagegen.

Zunächst war in nichtöffentlicher Sitzung über die Zukunft des Campingplatzes und des Hafens verhandelt worden. Es gab schon seit einiger Zeit Bestrebungen, das Areal auf dem Moselvorland zu einem "guten Preis" an einen privaten Interessenten zu verkaufen. Eine Minderheit im Rat lehnte dies ab - das Gelände müsse städtisches Eigentum bleiben.

Zu welchem Preis Campingplatz und Hafen den Besitzer wechseln sollen, und zu welcher Wertermittlung ein beauftragter Gutachter kam, blieb Verhandlungssache hinter verschlossenen Türen. Erst die Abstimmung über den Verkaufsentschluss war wieder öffentlich.

Stadt unterbreitet Pächter ein Angebot



An wen die Immobilien gehen werden, steht konkret noch nicht fest. Der derzeitige Pächter von Campingplatz, Hafen und Fährturm hat nach Angaben von Stadtbürgermeister Vitus Blang der Stadt ein Angebot unterbreitet. Im Gegenzug wird die Stadt nun auf Ratsbeschluss dem Pächter ein eigenes Angebot machen, das auf dem Wertgutachten beruht.

Stichtag ist auf jeden Fall der 31. März 2009. An diesem Tag läuft der noch bestehende Pachtvertrag aus. Blang: "Aus vertraglichen Gründen müssen wir aber schon zum 31. Oktober Klarheit haben, mit wem wir ins Geschäft kommen werden."

Meinung

Es bleiben nur Vermutungen

Nun steht es also fest - die Stadt Schweich verkauft das Campingplatzgelände und den Bootshafen an "Privat". Ob diese Entscheidung richtig oder falsch ist, ließe sich nur beurteilen, wenn konkrete Zahlen bekannt wären. Doch die wurden - getreu dem Buchstaben der Gemeindeordnung - nur hinter verschlossenen Türen besprochen. Auch die derzeiten Pächter nennen keine Zahlen. Immerhin scheint es sich nach dem Wertgutachten um ein beträchtliches Sümmchen zu handeln. Und zwar so beträchtlich, dass die finanziell klamme Stadt lieber auf die ständige Pachteinnahme für Campingplatz und Hafen verzichtet. f.knopp@volksfreund.de